Fitbit One Synchronisierungsprobleme mit Android

… und wie sie behoben werden können:

  1. Fitbit One aus der App entfernen.
  2. Zu Bluetooth Einstellungen auf dem Handy gehen, One suchen und, falls nötig, entfernen.
  3. Bluetooth ausschalten
  4. ONE neu starten (an den PC mit Fitbit-Kabel anschließen, 10 Sekunden Taste drücken, vom Kabel entfernen, 2-3 Sekunden Taste drücken)
  5. Handy neu starten.
  6. Bluetooth manuell selbst starten (kein Pairing mit One, nicht die App Bluetooth starten lassen)
  7. Fitbit App starten.
  8. Fitbit One neu einrichten.

Alien unter Nerds

Das war sie, die fünfte Timelash, *die* Convention für deutsche Doctor Who Fans.

Und, wie war es so?

Meine Eindrücke in unzusammenhängenden Stichworten:

Die Küche ist neuerdings oben, es gibt auch Sitzgelegenheiten, das ist super. Und auch das Essen sah lecker aus.

Die Moderation wurde zu weiten Teilen von Edward Russell übernommen, der das einfach drauf hat. Es war sehr angenehm, Profis am Werk zu sehen, an die klassisch deutsche Kodderschnauze habe ich mich nie recht gewöhnen wollen, das erschien mir immer zu barsch. Überhaupt, angenehm wenig Gelaber in den Moderationen, alles sehr auf den Punkt.

Das Hotel Reiss war teuer, aber gut, ich habe fantastisch geschlafen.

Die Bar im Hotel war wie jedes Jahr, nämlich beschissen. Warum die es nicht gebacken bekommen, für die zwei Abende einen Profi einzukaufen, ist mir schleierhaft.

Die Panels waren interessant, kurzweilig und tiefgründig.

Es gab zwischendurch immer wieder Lüftungspausen zur Sauerstoffzufuhr, das fand ich sehr, sehr angenehm.

Die Stargäste waren freundlich, mitunter herzlich, und sehr professionell. Ich war wie immer zu schüchtern, aber habe mich sehr wohl gefühlt.

Das Stardinner war wie letztes Jahr – gutes Essen, verbesserungswürdiger Buffetaufbau. Aber dafür gab es sehr freundliches und hilfsbereites Personal, die auch extra noch Vorspeisen und Desserts auf die Schnelle nachgeliefert haben, das war echt super!

Leider gab es wieder wenig Austausch an den Tischen, und einige Gäste sind (zu) bald gegangen, ohne dass man mit ihnen hätte ein Wort wechseln können. Gegen Ende standen die Leute dann versprengt im Raum, das hat dem Ganzen etwas die Gemütlichkeit genommen, fand ich. Die Gäste waren fast ausnahmslos dem Dinner angemessen gekleidet, es gab wenig T-Shirts und Cosplayklamotten, das war sehr schön.

Dafür waren der boah und ich tagsüber unter den wenigen, die weder Fanshirt noch Kostüm noch Devotionalien trugen.

Die Musik aus der boom Box im Nebenraum am Sonntag war leider sehr schreiig (und seltsam… Time to say Goodbye am Sonntag mittag?!)

Die Sache mit dem „keine Plätze mit „deutschem Handtuch“ belegen“ hat leider nicht alle Gäste interessiert. Sehr ärgerlich, insbesondere im Mittelblock. Naja, der liebe Herrgott hat einen großen Tiergarten…

Es waren erstaunlich wenig Händler oben, dadurch wirkte der Raum etwas verloren. Dafür gab es Stände fürs Cosplay.

Das Helferteam, also die, die ich gesehen habe, war durch die Bank klasse. Sehr freundlich, routiniert und dezent.

Für jemanden wie mich, der nicht ständig in der Facebook Gruppe unterwegs ist, wäre es nett, wenn Anforderungen an Helfer, oder meinetwegen auch Springer während des Events, auf der Webseite klar kommuniziert werden würden. Ich kann verstehen, dass man keine Leute haben will, die sich „die Rosinen rauspicken“, aber auf ein allgemeines „Du machst eben alles“ bewerbe ich mich halt nicht. Zumal meine Rosinen sicher andere sind als die anderer Leute.

Pascal geht. Klar, das Leben geht weiter. Für jeden von uns. Ich gönne es ihm von Herzen, denn ich halte ihn für einen Menschen, der sehr klar sieht und entscheidet. Für das restliche Team, und sicher auch für viele der Gäste, ist der Abschied dennoch schade. Nicht umsonst gab es standing ovations.

Ohne Michaela und Klaus, sowie Simone, wäre unser kleiner Little More Sonic Tisch nicht Realität geworden. Dafür von Herzen danke.

Insbesondere danke an Michaela, die mich mehr getragen hat an diesem Wochenende, als ihr bewusst ist.

Nach Kassel sind es nur zwei Stunden Zugfahrt. Genial.

Die nächste Timelash ist am 10. und 11.10.2020.

Jetzt zum Bedrückenden. Ich kam mir unter allen Fans, Nerds und Verrückten, die bei dieser Convention endlich die Chance haben, sich mit gleichgesinnten Fans, Nerds und Verrückten zu treffen, wie ein Alien vor.

Ich liebe Geschichten. Ich liebe das Konzept Doctor Who. Ich liebe die unendlichen Dinge, über die man sich neben den eigentlichen Geschichten Gedanken machen kann, Fernsehgeschichte, Tricktechnik, Schauspielerleben, Erzähltechniken und so weiter. Und ich mag die Panels und Möglichkeiten, darüber etwas zu lernen.

Mehr und mehr habe ich aber das Gefühl, es gibt weniger und weniger meiner Art und man muß irgendwie betonen, was für ein großer Fan man ist. Oder mindestens eine ausgefallene Frisur tragen, wenn schon kein Shirt oder Cosplay. Mir liegt das aber nicht. So blöd das klingt, aber ich bin dafür zu schüchtern, und es ist auch einfach nicht meins. Ich mach mein Zeug, weil ich es gerne mache. Und weil ich Doctor Who liebe.

Und falls es da draußen noch weitere Nerds wie mich gibt, die nicht das nächste und immer nächste Plastikmerchandise brauchen, oder ein Jahr lang auf den Cosplay Contest hinarbeiten, sondern einfach Leute, die in Jeans und Hemd ohne großartig herausgestellten Doctor Who Bezug über Kostümgeschichte, continuity Fragen, Produktionsgeschichte(n) und Chromakey diskutieren möchten, dann lasst uns einander doch finden. Als Nerds unter Nerds. Fänd ich cool.

Bis zum nächsten Jahr!

PS. Und natürlich kaufe ich ein Ticket so früh wie möglich. Ich finde, das gebietet das Ehrgefühl und der Respekt gegenüber den Veranstaltern, die das Ganze mit viel Herzblut organisieren und eine Planungssicherheit brauchen.

verletzte Gefühle und whataboutism

Vorab:

Ich habe eine Weile drüber nachgedacht, wie ich diesen Beitrag so neutral wie möglich schreibe. Denn es geht mir um die Sache als solche, nicht den konkreten Fall. Aber natürlich gibt es einen konkreten Fall. Und jeder, der mich kennt, kann sich auch denken, worum es geht. Und zu diesem Fall habe ich auch eine sehr konkrete Meinung, aber, und da sind wir schon bei Punkt eins, nachdem ich zumindest versuchen möchte, keine persönliche Wäsche zu waschen im Blog, diese Meinung kann ich gerne privat äußern.

Die Ausgangssituation:

In einer Amateurproduktion (Leute bekommen kein Geld fürs Engagement) ist uns ein Darsteller sehr knapp vor der Premiere abgesprungen. Mit sofortiger Wirkung, für alle weiteren Vorstellungen, aus persönlichen Gründen. Das heißt, es gab und gibt natürlich jede Menge Umbesetzungsstress und Verwunderung.

Meine Sicht:

Die Gründe des Darstellers sind sicher mannigfaltig. Offiziell heißt es „persönliche Gründe“. Es gab eine freundliche, ehrlich dankbare Verabschiedungsnachricht von ihm und das war’s. Natürlich steckt da mehr dahinter. Und, für mich persönlich, ja, ich kann den Auslöser und den Grund seines Abschieds verstehen. Vielleicht nicht die letzte Konsequenz, gleich ganz auszusteigen, und damit, seien wir ehrlich, das Team im Stich zu lassen, das ja nun am wenigsten für die Situation kann (hoffe ich), aber ich bin auch Sturkopf genug zu sagen und zu bejahen, dass man manchmal einfach sehr konsequent sein muss, um des eigenen Seelenheils willen.

Die Reaktion:

Nun hat dieser Abschied wiederum verschiedene Reaktionen hervorgerufen. Leute, die es insgeheim bewundern, Leute, die es verstehen, Leute, die sauer sind, Leute, die entsetzt sind, Leute, die verletzt sind. Eine der Reaktionen ging etwas mehr ins Detail (aus meiner persönlichen Sicht unnötig – aber, wie erwähnt, wir befinden uns in einem Gebiet der persönlichen Verletzungen) und einer der Punkte, der angesprochen wurde, ging mir dermaßen nahe, dass ich dann doch mal zur Tastatur greifen musste und diesen Eintrag schreiben.

Whataboutism:

Und zwar ging es in letzter Konsequenz darum, dass ‚die Gründe nicht nachvollziehbar / nicht gut genug wären‘ und dass ‚einige Leute im Ensemble viel gewichtigere Gründe, wie z.B. Krankheit oder familiäre Probleme hätten‘.

Und hier ist das, woran ich mich bei dieser Argumentation reibe:
Kaum jemand weiß, wie es dem anderen geht. Es gibt immer jemanden, dem es vermeintlich schlechter geht. Nein, ich muss nicht alle Gründe verstehen. Aber ich muss sie akzeptieren und hinnehmen und ich sollte sie nicht aufwiegen mit meinem persönlichen Werteschema.
Was ist denn ein valider Grund, so kurz vor knapp hinzuwerfen? Wer bin ich, das für andere entscheiden zu dürfen? Ich kann es nur für mich verorten und entscheiden.

Die persönliche Ebene:

Ich habe kaum eine Ahnung, was wer im Ensemble persönlich mit sich rumschleppt (muss auch nicht sein!!). Ich bin persönlich auch niemand, der großartig viel erzählen würde über meine Sorgen und Probleme. Entweder kann ich zu einer Vorstellung oder Probe da sein oder nicht. Und wenn nicht, dann gibt es von mir eine schlichte Erklärung wie „ich bin krank“, „ich habe einen Termin“ oder „ich kann da aus persönlichen Gründen nicht“. Ich finde, es geht nicht jeden etwas an, was mein Termin ist, oder was mein persönlicher Grund ist. Ich finde auch, wenn dem einen der 80. Geburtstag der Großtante wichtiger ist als eine Probe und dem anderen das Nachbarschaftsfest, dann ist das etwas, was im nicht-professionellen Umfeld passiert und wo ich als Regie etc. auch kaum eine Handhabe habe. Außer zu sagen, „wäre toll, wenn du es einrichten kannst, doch zu kommen“. Aber es geht mich verdammt noch mal nichts an, ob der Grund jetzt wichtig oder weniger wichtig als andere Gründe ist. Auch wenn ich persönlich einen 80. Geburtstag halt eher irrelevant finde – das ist meine Wertung, und die zählt in diesem Fall nicht.

Ich hatte im Frühjahr eine depressive Phase. Ja? Nein? Kann man davon schon sprechen? Ist das eine Abwertung der „echten“ Depressiven? Bin ich längst „echt“ depressiv, weiß es nur nicht und kaschiere es nur? – Ich weiß es nicht. Und es ist auch egal, denn -mir- ging es schlecht. Dermaßen schlecht, dass ich für mich Konsequenzen gezogen habe. Eine der Konsequenzen war, zwangsläufig, dass ich Dinge abgesagt habe. Dass ich mich um mein Wohlbefinden gekümmert habe. Meine Absage war aber dennoch meist nur „Ich kann leider nicht, ich muss mich um mich selbst kümmern.“ Klingt das egoistisch? Aber ja, das tut es. Ist es egoistisch? Ja. War es das Richtige für mich? Natürlich! Und nein, ich habe nicht die Pflicht, jedem auf die Nase zu binden, warum genau dieser Grund nun wichtig ist. Deswegen ist er trotzdem da, und valide, und gleichwertig zu allen anderen Gründen.

Ich muss es nicht mögen, wenn jemand mit Gründen und Handlungsweisen kommt, die ich nicht nachvollziehen kann, und ich kann und sollte meine Konsequenzen daraus ziehen – aber was ich persönlich nicht machen möchte (nicht, dass ich vor Fehlern gefeit wäre): Die Gründe des einen mit der Geschichte des anderen aufwiegen.

Und dieses „Über die Schubladen hinaus denken / jeden als Individuum betrachten“ ist eine Mammutaufgabe, die jeden Tag aufs Neue Mut und Konzentration erfordert. Sollte ich hier also mal versagen, denn auch ich kann das nicht 24/7, dann weist mich doch bitte nett drauf hin.

Familie

In der letzten Zeit ist mir folgendes Bild über den Weg gelaufen und es hat mich zum einen angerührt und zum anderen zum Weinen gebracht.

Julie Dillon: „The Daughter of the Daughter of My Daughter“

Warum ist das so, habe ich mich gefragt. Ist das ein gutes Weinen, ein schlechtes Weinen, ein trauriges Weinen? Ich kann ehrlich gesagt noch nicht so richtig den Finger darauf legen.

Man muss dazu wissen, dass es in meinem Leben von der Familiengeschichte her ein bisschen kompliziert vor sich ging und, in a nutshell, man einfach sagen kann, dass wir nicht die übliche Familie hatten. Ich hatte allerdings auch nicht großartig Probleme, so empfinde ich das zumindest.

Auf dem Bild sieht man Frauen, die sich umeinander kümmern, die ihre jeweilige Tochter lieben, und wenn ich so in mich hinein höre, muss ich sagen, diese Art von Familienzusammenhalt vermisse ich. Andererseits erscheint sie mir auch etwas geschönt, ich glaube, ich kenne keine Familie, zumindest nicht direkt, in der wirklich 4 Generation von Frauen sich so liebevoll umeinander kümmern, in der es keine Streitigkeiten gibt, in der es keine Verwerfungen gibt, die so kuschelig wuschelig und illusorisch ist wie dieses Bild aussieht.

Andererseits ist es ja so, dass es ganz bewusst eine Illusion ist, und dass wir uns mit Illusionen, die wir hier auf Erden haben, das Leben auch schön gestalten können, dass Illusionen auch eine Vision sein können für das Zusammenleben.

Was mache ich aus diesem ganzen Gedankengängen? In meinem Fall ist es so, dass meine Mutter vor, ach ich weiß das jetzt gar nicht mehr, 30 (?) Jahren gestorben ist und meine Großmutter vor gut 15 Jahren. So dass ich zwar sagen kann, ich hatte Frauenfiguren in meinem Leben, ich hatte Familie, weibliche Familienmitglieder in meinem Leben, aber wie ich eingangs erwähnte, die Familienkonstellation ist/war einfach etwas komplexer bei uns.

Irgendwann habe ich mir gesagt, durchaus mit einem gewissen Scherz aber eben in der Tiefe sehr ernsthaft, „Eigentlich ist es ganz gut, dass meine gesamte (enge) Familie gestorben ist, als ich noch nicht mal 30 war.“ Ich war mit 30 durch mit dem ganzen Beerdigungskram, und das erspart mir jetzt viel Arbeit und Nerven, die meine gleich alten Freunde haben, welche so langsam anfangen, ihre Eltern im Alter zu versorgen beziehungsweise zu beerdigen. Diese Emotionen sind in meinem Leben viel früher aufgetaucht, ob zu früh oder zu spät ist immer so eine Frage. Es hat mich auf jeden Fall zu dem gemacht was ich heute bin.

Was bin ich heute? Entwurzelt? Ich bin jemand, der natürlich gerne auch Einbindung hätte, der Familie braucht, der sich sehnt, der aber gleichzeitig sehr genau weiß, dass Blutsbande nicht unbedingt die Familie sind, die jemand braucht oder auch nur haben muss. Man muss sie noch nicht einmal wertschätzen jenseits der Akzeptanz, dass sie dich auf die Welt gebracht haben, das ist zumindest meine Meinung.

Idealerweise ist für mich Familie jemand, der einen Teil deines Lebens mit dir beschreitet. Natürlich, in normalen Familienverhältnissen sind dies zum großen Teil die Eltern und die Geschwister, man wächst ja gut zwanzig Jahre mit ihnen auf, aber wenn das eben nicht so ist, dann können Familie auch ganz andere Menschen sein, die einen ein Stück des Weges begleiten, die einen in den Arm nehmen, die einen leiten.

Komme ich mir schlecht vor, und undankbar und unsozial, weil ich dieses vielleicht seltsame Familienbild habe? Denn es wird in den meisten Medien, bei den meisten meiner Freunde, anders kommuniziert oder gelebt; das klassische Bild wird als selbstverständlich angesehen. Komme ich mir schlecht vor, weil mein Bild als solches schlecht ist? Ich versuche, es nicht geschehen zu lassen, ich versuche jeden Tag an der Illusion festzuhalten, dass Familie überall sein kann und dass Menschen die enger mit einem verbunden sind als andere Menschen, oder die zumindestens Teile des Weges intensiver mit einem beschreiten, dass diese Menschen jedwede Menschen sein können und dass es einem völlig egal sein kann, vielleicht sogar egal sein sollte, vielleicht sogar muss, wer das ist.

Aber ich bin mir nicht immer sicher. Nun gut, es ist, wie es ist, jeder hat seine Geschichte. Machen wir das Beste draus.