„Space Fall“ (Weltraum in Sicht) – 02/52

(„Landfall“ ist in der Nautik der Begriff für die erste Landsichtung bzw. das Betreten desselben, ich habe dementsprechend mal grob übersetzt)

IMDB Infos: Klick

Wir rekapitulieren die vergangene(n) Folge(n):

Roj Blake, inzwischen so oft gehirngewaschen, dass wir selber nicht mehr wissen, was wahr ist, ist als verurteilter Kindesmissbraucher auf einem Gefängnisschiff in Richtung Strafkolonie auf dem Planeten Cygnus Alpha unterwegs. Mit ihm am Bord befinden sich zwei namentlich Bekannte, Vila Restal und Jenna Stannis, ihres Zeichens einzige Frau, aber da in der ersten Folge schon der durchaus charmante Anwalt von Blake ins Messer gelaufen ist, verlasse ich mich lieber auf nichts mehr, was die Charaktere angeht.

Opening credits, Orchesterklänge, Comic-Auge.

“Blakes 7“ übrigens ohne Apostroph, aber das fällt mir als Deutscher natürlich nicht auf, im Gegenteil, im Deutschen gehört das Genitiv-S so dahin.

Seltsam statischer Sternenhimmel, schickes Modell des Schiffs. Die Gefangenen sitzen anders als beim letzten Mal und sie haben immer noch Bürostühle. Muss ziemlich unbequem auf Dauer sein. Ah, nochmal ein Blick zur Erde. Ich tippe mal, das ist eine Erinnerung, wie hätten sie sonst die Plätze getauscht? Schwenk auf die Piloten beziehungsweise die Gefängniswärter. Aha, den, der den Raiker spielt, kenne ich, der war in zwei Doctor Who Folgen dabei, eine mit Troughton, „War Games“ und eine mit Leela, ich glaube, ihre erste. Oh mein Gott, oh mein Gott, was für ein süßes Memobord haben sie ihm denn gegeben! Ein Stück Metall mit schwarzen Klebebandfiguren. Ich lach mich weg. Du musst schon eine eigene Klasse Schauspieler sein, wenn du da noch ernst spielen kannst.

memoboard

Aber der andere Mensch, Artix, hat lustiges Lernequipment, eine Art Walkman in Stiftform. Raiker soll den Gefangenen jetzt erst mal sagen, wo‘s langgeht. Offensichtlich gibt‘s auch wieder Beruhigungsmittel ins Essen, damit die Gefangenen nicht aufbegehren. Jenna als einzige Frau scheint immer noch etwas Besonderes zu sein. Insgesamt stehen acht Monate Reisezeit bevor, mannigfaltige Strafen bei Nichtbefolgung von Befehlen bis hin zur Exekution sind möglich. Beschwerden sind nicht erlaubt. Je nun, dass die Administration nicht nett ist, haben wir ja inzwischen gelernt. „There are other rules, but you find out what they are when you break them”. Augenmerk auf die Kamera wieder einmal, dies ist das erste Bild von Avon und Blake (mit Vila dazwischen), das wir zu sehen bekommen. (Ich erwähne das, weil ich weiß, dass Avon wichtig wird; also keine Angst, der stirbt erstmal nicht …).

bafirst

Raiker zeigt Blake, wer der Chef an Bord ist, Blake spielt mit. Jetzt will Raiker mit Jenna sprechen, sie jedoch weiß bereits, worauf es rausläuft und flüstert ihm etwas ins Ohr. Seien wir ehrlich, wir wissen auch, worum es geht, oder? Es endet damit, dass er ihr eine runterhaut. Sie sieht allerdings so aus, als hätte sie das einkalkuliert. Danach noch kurzzeitiges Gezicke zwischen Jenna und Vila.

Der Schwarzhaarige vom Anfang kommt wieder ins Kamerafeld und liest was. Er scheint, zumindest für diese Folge, wichtig zu sein. Jenna versucht ein Gespräch mit ihm anzufangen, er will offenkundig nicht. Blake versucht inzwischen herauszufinden, ob Vila sich mit den Türen an Bord auskennt. Ah, Schwarzhaar ist ein Crack, der weiß wie die Türen funktionieren – via Handabdruck der Wachen. Vila stellt ihn als “Kerr Avon” vor: “when it comes to computers, he is the number two man in the federation world”. Avon ist Betrüger, hat fast fünf Millionen Credits (die Euro der Zukunft) erschwindelt, wurde dann aber leider erwischt. Warum? Weil er sich auf andere Leute verlassen hat. Er hat immer noch keinen Bock, mit den anderen zu reden. Blake meint in Avons Richtung, bevor das Problem definiert werden könne, müsse man Fakten sammeln, und mit dieser sachlichen Attitüde ist Avon offenbar beizukommen: „define the problem then“. Vila meint, es gäbe Gerüchte, dass sie einfach in den Weltraum ausgestoßen werden könnten und Jenna bestätigt das. Im Verlauf wird noch einmal herausgestellt, dass Avon ein arrogantes, selbstherrliches, eingebildetes A … ist. Blake denkt inzwischen darüber nach, das Schiff zu übernehmen mit Jenna als Pilot.

Oh, süß, Raiker betritt die Brücke mit roter Thermoskanne. Goldig. Ihr Computerbildschirm ist dafür grauenvoll!

schirm

Ansonsten, allgemeine Info, wir sind in einem Meteoritensturm oder so. Ist ja auch egal, wäre ja ein Wunder, wenn die Reise glatt laufen würde. Momentane Entscheidung: Wir versuchen, auszuweichen.

Blake krabbelt nun im BBC Keller, pardon, irgendwo im Schiff mit vielen Kabeln und engen Gängen rum. Danach versucht er, Avon zu manipulieren und seine Hilfe zu bekommen. Avon durchschaut den Trick, blöd ist er nicht. Es ist nur eine Frage des Preises, ihn zur Mitarbeit zu bewegen. Avon sagt, er hätte schon einen Plan, aber Blake ist auch nicht von schlechten Eltern und sagt a) den Plan voraus und b) warum er nicht funktionieren wird sowie c) dass diese Schlussfolgerung Avon auch bekannt sein müsste. Also gut, Avon macht mit bei der Meuterei.

Das weitere Team besteht jetzt aus Vila, Gan und Nova, alle anderen stehen unter Drogen. Avon macht sich auf den Weg durch den BBC-Keller, Entschuldigung, die Wartungsschächte in Richtung Computerraum. Mir fällt auf, dass irgendwie alle das gleiche anhaben, Avon trägt genauso eine graue Tunika wie der Mensch im Computerraum. Vielleicht ist das ja die Kleidung der IT-Fuzzis in der Zukunft. Avon braucht zu lange, das Team wird nervös. Vila soll ihm nachgehen, will aber nicht; Nova bietet sich an. Apropos, Nova und Avon, na das ist ja mal eine kreative Namensgebung.

Rückschwenk in den Computerraum, Avon überwältigt den IT-Menschen ziemlich gewalttätig. Nova, der noch im Wartungsschacht ist, wird während eines weiteren Meteoritensturms von Seifenschaum, pardon, „sealing gel“ erwischt, das Löcher in der Außenhülle schließt. Kein schöner Tod. Ich wusste, ich merke mir den Charakter lieber nicht. Aber immerhin ist er sauber nach dem Bad in Rasierschaum … Es läuft im Hintergrund übrigens gute „incidental music“, während wir darauf warten, dass Avon per Computerkonsole endlich die Türen innerhalb des Schiffs öffnet. Der kämpft aber immer noch mit dem IT-Fuzzi vor sich hin.

Das Rest-Team öffnet die erste Tür inzwischen, indem sie eine Wache erpressen.

gan

Blake und Jenna schaffen es in den IT Raum, Gan führt den Rest der Truppe an. Dummerweise lässt bei seinem „drop your guns“ auch Vila seine Waffe fallen („I don’t even like guns!“), was dazu führt, dass sie wieder gefangen genommen werden.

Blake und Leylan (das ist der Kapitän des Schiffs) verhandeln, Blake ist ziemlich cool dabei. Insgesamt sieben Gefangene sind inzwischen getötet, Leylan is not amused. Er gibt Raiker freie Hand, zu tun was nötig ist, um die Revolte niederzuschlagen.

Schwenk in den Computerraum, wir erfahren etwas über die Hintergründe der Protagonisten. Blake will die Föderation vernichten („(… I want to …) Find a way to get back to Earth (…) where the heart of the federation is. I intend to see that heart torn out. (… I won’t stop …) till free men can think and speak (…) until power is back with the honest man.“) Avon schwört hingegen auf Reichtum und kümmert sich nicht um Solidarität.

Raiker greift zum Äußersten und erschießt einen nach dem anderen, bis Blake sich ergibt. Was dieser auch tut, gegen Avons Willen. Obwohl Raiker dies rechtzeitig gesagt bekommt, erschießt er dennoch noch einen. Was für ein A. Er will sich jetzt, nach der Gefangennahme von Blake, Avon und Jenna noch einmal letzterer nähern, aber Leylan bekommt es mit und ruft ihn zur Ordnung. Und Leylan steht zu seinen Fehlern, immerhin.

leylan

Avon macht das, was er kann, er zickt. Er ist nicht begeistert, dass die einzige Fluchtchance vertan ist.

Vor dem Schiff taucht nun ein anderes auf, die Orchestermusik lässt vermuten, dass es das aus dem Vorspann ist. So langsam kriegen wir eine Grundidee. Raiker und Leylan wollen eine „skeleton crew“ (das kann ich gar nicht recht übersetzen, eine Minimal-Ersatzmannschaft vielleicht?) auf das andere Schiff schicken, den es scheint ein paar Millionen Credits wert zu sein, und so etwas lässt siech die Föderation natürlich nicht entgehen. Oh, also dieser Trick mit der „transfer tube“ ist gut. Aber die Raumanzüge gehen gar nicht. Das sieht aus wie Maleranzüge und Footballhelme.

tube

Sie kriegen das Schiff auf, es ist ziemlich hell innen. Ab jetzt hören wir nur noch die Beschreibung des Vortrupps, aber sehen nichts. Ich mag ja die Kommunikationsgeräte, die sind lustig. Das Schiff scheint toll zu sein, aber dann … Schreie und weg. Eine schnelle Lösung wird gefunden: wir schicken einfach noch jemanden rein. Super Plan. Der dritte der Crew ist jetzt genauso weg wie die vorhergehenden.

Das wird Leylan jetzt zu heiß, er entscheidet sich, das Unternehmen abzublasen, denn es ist ihm zu riskant, noch mehr Leute zu verlieren. Raiker will das Schiff aber unbedingt haben, er schlägt vor, Gefangene rüberzuschicken. Die drei Störenfriede aus dem Computerraum zum Beispiel.

Blake, Avon und Jenna machen mit. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die Alternative wäre ihre Exekution gewesen. Als die Luke zum Transfertunnel geöffnet wird, kommt der letzte Mann, den sie geschickt haben mit Schaum vor dem Mund zurück. Jenna und Avon sind gebührend beeindruckt und ein wenig verängstigt, Blake will es trotzdem versuchen. Die drei bekommen sogar Waffen von Raiker, wie nett. Jenna sieht bei der Tunnelüberquerung des Weltraums aus, als hätte sie Angst, wobei sie als Pilotin doch die Einzige sein sollte, die schon häufiger im Weltraum war als die anderen beiden.

Und das ist der erste Eindruck, den wir vom Inneren bekommen.

libfirst libsecond

Gemessen an dem anderen Interieur der Serie bisher ist das schon beeindruckend, muss ich zugeben. Zwischendurch mal ein Bild von Avon, sexy aussehen kann er ja schon.

avonrandom

Ein Summen erfüllt den Raum. Das Schiff wehrt sich mit Gedankenbildern gegen die Eindringlinge, Blake scheint dies auf Grund seiner Vergangenheit zu erkennen, er kann wahre Welt und Träume auseinander halten.

blakememory

Jenna und Avon aber bewegen sich auf die Quelle der Bilder zu, bis Blake sie zurückreißt und rettet. Nett, Avon fällt dekorativ übers Sofa. Leylan will wissen, wie die Lage ist. Nachdem Blake meldet, dass alles in Ordnung ist, will Raiker auch rüber. Blöd ist er nicht, natürlich will er verhindern, dass die drei drüben bleiben. Jenna soll sich die inzwischen die Pilotenkonsole angucken und in zwei Minuten fertig sein, Avon soll ihr helfen. Also Blake gibt schon gerne Befehle, oder? Er will solange die äußere Luke kontrollieren. Na gut, das ist jetzt albern. Blake versucht die Luke zu schließen, Raiker steht im wackelnden Tunnel und schießt auf Blake. Im Weltraum! Seid ihr bescheuert oder was?

Nächste Einstellung: Raiker kommt näher und feuert. Also nein, das glaube ich jetzt nicht, dass die Show „Blakes 7“ heißt und ausgerechnet Blake am Ende der zweiten Folge erschossen wird. Ah, die Luke schließt sich, Raiker hat Blake an der Schulter erwischt. Jenna hat es geschafft, das Schiff fliegt los, Raiker ist im All verloren. Auch nicht schön. Aber so richtig Mitleid haben möchte man mit ihm auch nicht.

Das erste Ziel von Blake ist nun: Cygnus Alpha. Ausgerechnet. Ich dachte, er will zur Erde? Aber offensichtlich will er erst die anderen Gefangenen befreien. Ist doch ein netter Zug, finde ich.

Letzte Einstellung: Blake & Avon. Letzte Worte: „… start fighting back. “ Das summiert es, denke ich, sehr gut.

fightback

Avon scheint nicht begeistert zu sein.

notamused

Und hier das Schlussbild, der Comic-Sternenhimmel. Ist er nicht wundervoll trashig? Langsam fange ich an, Vor- und Abspann zu mögen.

trashsky

Rückblick: 

Lieblingszitat: „Listen to me. Wealth is the only reality. And the only way to obtain wealth is to take it away from somebody else. Wake up, Blake! You may not be tranquilised any longer, but you’re still dreaming.“ (Avon)

Lieblingskostüm/CosPlay: Nachdem Jenna immer noch das Gleiche vom letzten Mal an hat, heute mal Blake. Graue, helle Hose, Schnürschuhe, gelb-beige-braunes Hemd (kein Rolli diesmal), grüner Überwurf (Samt? Oder einfach einen übergroßes Pullover zurechtschnippeln.) Wer’s funky machen möchte, kann sich noch ein weißes Koppel um den Oberkörper schnallen, eine Thermoskanne mit einem Telefonkabel verkleben und alles silbern anpinseln. Rechteckiges Kästchen mit rotem Knopf nicht vergessen bitte.

costumespacefall

Das sagt „Liberation – A Complete Guide to Blake’s 7“: tbd

Das sagt „A History and Critical Analysis of Blake’s 7“: tbd

Das sagt „MAXIMUM POWER!“: tbd

Bilder auf „framecaplib“: Klick

Folge auf dailymotion sehen: Klick

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