„Time Squad“ (Zeitgeschwader) – 04/52

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Was bisher geschah:

Unsere glorreichen Fünf (Blake, Jenna, Avon sowie Vila und Gan) sind erfolgreich von Cygnus Alpha, dem Gefängnisplaneten der Föderation entkommen. Sie haben höchstwahrscheinlich Föderationsschiffe im Nacken, denn de facto sind alle fünf noch verurteilt und damit sollten sie auch wieder eingefangen werden. Die Liberator, das Alienschiff, mit dem sie unterwegs sind, ist soweit unter Kontrolle, dass sie den An-/Aus-Knopf kennen und wissen, wie man teleportiert. Landen ist von daher erstmal optional. Blake entwickelt sich zum Volkstribun und benimmt sich, als gehöre ihm das Schiff. Avons Pläne, sich den Reichtum der Liberator zu  Nutzen zu machen und sich dann in einer ruhigen Ecke des Universums zu verschanzen, wurden zum zweiten Mal von Blake durchkreuzt, welcher immer noch auf seinem Kreuzzug zurück zur Erde, gegen die Föderation ist. Vila wird von Gan beschützt und läuft solange erstmal mit. Gan hat sich von Blake als Führer überzeugen lassen. Jenna fühlt sich momentan sicher bei Blake und gebraucht als Pilotin.

Los geht’s. Langsam gewöhne ich mich an das Intro. Auch wenn es immer noch sehr billig ist. Jenna bringt Blake bei, wie man die Liberator fliegt, Avon hört auf ihre Anweisungen (aha?), Gan lauscht und lernt und Vila hat offensichtlich keinen Bock, sitzt aber brav auf Stuhl Nummer fünf.

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Warum haben Blake’s Seven eigentlich nur fünf Stühle? Nun ja. Blake merkt die Stimmung im Team nicht, er ist zu begeistert davon, dass sie die Liberator jetzt manuell fliegen können. Gan findet, sie wären ein gutes Team. Avon ist davon so begeistert wie Vila: „Well, hooray for us“. Was für eine Malerschürze hat er sich eigentlich aus der Liberator Garderobe herausgesucht? Braun ist nicht seine Farbe. Immerhin hat Blake auch noch seinen Kittel aus der ersten Folge an, sie passen also wieder zusammen.

Der neue Plan lautet: Erstmal die Gegend angucken. Vila findet den richtigen Knopf dafür. Dann erwähnt Avon, dass sie noch lange nicht in Sicherheit wären, auch wenn die Verfolger vorerst abgehängt sind. Wenn das die gleichen Föderationsschiffe wie in der vorherigen Episode sind, frage ich mich schon, wann er sich umgezogen hat?! Blake hat gar nicht vor, sich zu verstecken, sondern will sich bei der Föderation bemerkbar machen. Vila versteht nicht:

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Jenna fühlt sich wie Avon nicht wohl bei dem Gedanken, der Föderation in die Arme zu laufen, Avon weist klar darauf hin, dass sie die Abmachung hatten, alles durchzudiskutieren und gemeinsam zu entscheiden. Blake spielt jetzt die Arschlochkarte: Wer nicht mehr mit will, kann ja gehen. Avon soll bloß sagen, wann er das möchte. Keine Sorge, meint dieser, er würde schon Bescheid geben. In der Zwischenzeit soll Blake aber dennoch seine Pläne offen legen.

Ohne darauf einzugehen dessen gibt Blake einfach einen neuen Kurs vor. Avon beschwert sich (zu Recht, wie ich finde), dass dies ja wohl keine durchdachte Diskussion wäre! Gan pflichtet Blake bei – sie könnten genauso gut unterwegs sein und reden. Avon bezeichnet ihn daraufhin als jemand, der das Denken anderen überlässt. Jetzt langt es Blake und er weist Avon zurecht. Vila unterbricht und löst damit die Spannung.

Blake erklärt nun doch seinen Plan. Sei es auch nur, weil Jenna sein Vorgehen auch sichtbar anzweifelt. Er will zu Saurian Major. Zum einen gab es da mal ein etwas härteres Durchgreifen der Föderation, das den Siedlern wohl nicht gefallen hat, zum anderen befindet sich auf Saurian Major ein Kommunikationszentrum der Föderation, und zwar eines der größten. Dies zu zerstören, hieße die Föderation empfindlich zu treffen. In einer sehr hübschen Animation sieht man ein Nuklearkraftwerk der 1970er auf Wolken an einen Planeten gepappt.

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Gan stellt sich im Laufe der Diskussion nochmal auf Blakes Seite und bezeichnet Avon als dumm. Oha. Zickenkrieg? Wie solle die Föderation sie finden, wenn das Kommunikationszentrum ausgeschaltet und sie blind, taub und stumm wäre, fragt Gan. Darauf fällt Avon auch nur ein sarkastischer Spruch ein, aber kein vernünftiges Argument. Blakes Blick ist eine Mischung aus „Warum hab ich mir den bloß angelacht?“ und „Wann wird der mir gefährlich?“

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Eine Szene weiter, nur zwei Leute sind im Hauptraum, Blake schläft im Sitzen auf der vorderen Couch, Jenna an der Pilotenkonsole findet etwas Ungewöhnliches. Laut Zen (wir erinnern uns, der Alien-Bordcomputer) haben sie ein führerloses Schiff entdeckt, welches ein Notsignal aussendet und im Raum treibt. Jenna, erfahrene Schmugglerin die sie ist, erwähnt, dass ein gefälschtes Notsignal gerne von Weltraumpiraten benutzt wird. Dennoch gibt sie den anderen der Gruppe Bescheid. Hübsche Schuhe.

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Ein kurzes Augenmerk hier mal auf die runden Dinger in der Mitte der Konsole. Es sind nicht ganz Teleport-Armbänder (ich kürze das jetzt im Weiteren mal mit „T3G“ ab; den Namen hat mein Mann erfunden: „Transportables Teleportations- und Telemetriegerät“ kurz: T3G), aber doch sehr dicht dran.

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Zen benimmt sich seltsam und gibt nicht wirklich aussagekräftige Antworten auf Blakes Frage, ob es auf der Kapsel genügend Platz und Sauerstoff gäbe, um hinüber zu teleportieren. Blake und Jenna gehen schon mal vor, Avon soll die beiden teleportieren, beim Rausgehen sagt Zen, es wäre „wahnsinnig“. Was er damit genau meint, erfahren wir nicht, Avon ist jedenfalls der Meinung, er müsse den Computer mal überholen. Er sieht Zen immer noch als reine Maschine, ich wiederum bekomme langsam meine Zweifel. So geht es auch Gan, der sich wieder einmal als klug erweist und sich wundert, ob Zen einen Limiter hätte, also etwas oder jemanden, der ihn davon abhält, der Crew über ein gewisses Maß hinaus zu helfen. Die Bindung zwischen Vila und Gan ist immer noch sehr sichtbar, Vila vertraut Gan.

Ob Blake ihm traut will währenddessen Avon im Teleportraum wissen. Die Frage ist verständlich, denn immerhin kann ein falscher Knopfdruck von Avon Blake töten. Es klingt dennoch ein bisschen nach fishing for compliments meiner Meinung nach oder zumindest so, als würde Avon gerne den großen nicht Vertrauenswürdigen spielen. Blake geht dementsprechend auch nicht darauf ein und meint, solange sie einander nutzen würden, würde er Avon trauen können. Als es dann an die eigentliche Arbeit geht, ist Avon in seinen Handlungen auch wieder klar, deutlich und, ja, eben vertrauenswürdig. Das ist eine sehr interessante Chemie, die hier deutlich wird.

Blake nimmt Jenna wahrscheinlich wieder einmal mit, weil Avon ohne Pilot nicht abhauen wird. Oder vielleicht mag er sie einfach. Sie landen in der sehr engen Kapsel, immerhin lebend, und Blake dankt Avon. Es ist erkennbar, dass das Schiff manuell gesteuert wurde und die Crew in einer Art Kältestarre ist. Jetzt wird die Luft langsam knapp. Blake pingt Avon an, dieser reagiert sofort, kühl und konzentriert. Jedoch, auf Blakes Bitte, sie zurückzubringen, gibt es eine Pause. Und in der nächsten Einstellung sieht man einen nachdenklichen Avon, die Finger bereit über der Konsole.

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Als Blake noch einmal bittet, auch er sehr ruhig und konzentriert, sagt Avon, dass die Teleport-Kontrollen durchgebrannt sind. Gleichzeitig steht Gan vor Avons Tisch und Vila kommt die Treppe in den Raum runter. Ob Avon lügt, weil die anderen vor ihm stehen? Man weiß es nicht.

Es sieht so aus, als hätte Zen seine Finger im Spiel, Avon und die anderen können nichts tun außer warten, bis das Selbstreparatursystem fertig ist. Wie lange dies dauert, sagt Zen allerdings auch nicht.

Blake will nun, dass Zen die ganze Kapsel an Bord nimmt. So schlau war Avon auch schon, aber Zen will auch dies nicht tun. „Dann musst du es tun“ meint Blake. Avon weist darauf hin, dass das sehr riskant wäre (chancy – ein neues Wort in meinem Wortschatz), und Blake meint nur: „Dann mach es lieber richtig.“ Unter Druck kommen die beiden offenbar sehr gut miteinander aus.

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Wir sind nun im Hauptraum, Avon ist nervös. Nach IT-Kenntnissen und Kampfsportstunden muss er jetzt kurzfristig auch noch die Bedienung von Raumschiffen lernen. Hat er sich wahrscheinlich auch nicht so träumen lassen, als er die Föderation um Geld betrog. Vila sitzt auf Avons Platz, Gan auf Vilas, alle arbeiten ruhig zusammen. Was so ein bisschen Adrenalin doch ausmacht.

In der Kapsel spricht Jenna gegenüber Blake Avon ihr Vertrauen aus; Blake meint, er wäre „atemlos vor Erwartung“, während der Sauerstoff unaufhörlich verrinnt. Die Tricks sind nicht gut, wirklich nicht. Ich erspare euch ein Foto der sichtbaren Fäden und wackligen Sets beim Einfahren der Kapsel in die Liberator.

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Es ist geschafft, die Anspannung fällt ab, Vila ist stolz auf Avon (ich glaube, Gan auch) und Avon reibt sich die schweißnassen Hände. Das ist das erste Mal, dass er etwas Praktisches gemacht hat, oder? Auf jeden Fall hat er aktiv die Crew gerettet. Vila lobt nochmal Avons Fähigkeiten und meint, mit diesen Händen und einer vernünftigen Erziehung hätte auch ein guter Dieb aus ihm werden können. Avon und Vila gehen zur Kapsel und nach kurzem Zögern gibt Avon Gan die Anweisung, im Hauptraum aufzupassen. Dieser bejaht mit einem Daumen hoch Zeichen und einem Lächeln. War das die Feuertaufe für Avon? Traut man ihm jetzt die Befehlsführung zu? Und wäre er überhaupt, neben seinem ganzen Frotzeln und Meckern, willens, die Führung übernehmen? Denn eines ist klar – Blake wird ihm die Liberator nicht freiwillig geben, er braucht sie, um die Föderation zu bekämpfen. Also muss Avon Blake loswerden, bevor er das Schiff verscherbeln kann. Und dann muss er auch Führungsstärke beweisen, denn ganz ohne Crew wird es schwerlich gehen. Bei Vila und Gan scheint er jedenfalls einen Stein im Brett zu haben. Braun steht ihm übrigens immer noch nicht.

Zwischendurch ein Bild zum Thema Größenverhältnisse auf dem Schiff bzw. im BBC Studio:

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Blake bedankt sich nochmal bei Avon, der sagt „Es freut mich, wenn ich helfen kann“. Jenna meint daraufhin „Du klingst nicht allzu sicher dabei. Wie auch immer, danke. Gutes Manöver!“ Avon starrt sie nur noch an und geht wortlos weg. Durchschaut sie ihn und ihm passt das nicht? Oder ist er wirklich ein Teamplayer und findet es blöd, dass sie ihm nicht traut? Wie gesagt, Vila und Gan hat er auf seiner Seite, Blake auch, solange sie einander nützlich sind, aber Jenna?

Noch einmal muss ich an dieser Stelle auf Gan hinweisen, der im Gespräch mit Blake sehr klar erkennt, dass Zen niemals aktiv gegen sie war sondern immer nur versucht hat, das Beste für die Mannschaft zu tun – in diesem Fall, Blake und Jenna davon abzuhalten, zur Kapsel zu teleportieren. Nur leider sehen das die anderen nicht so.

Es folgt Gruppenkuscheln in der Kapsel auf der Suche nach Antworten über Sinn und Zeck, Beginn und Ende der Reise der „Kaltgestellten“. Wir haben zwei Eingefrorene an Bord und einen Toten, dessen Kühlschrank kaputt ging, wesentlich mehr wissen wir nicht. Avon hat das Kühl- beziehungsweise Aufwärmsystem angeworfen, sobald sie aufwachen, werden sie Fragen beantworten können. Außerdem versucht er über die Blackbox (sie ist tatsächlich schwarz, auch in der Zukunft, süß!) den Heimatplaneten und den Zielplaneten herauszufinden.

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In der Zwischenzeit sind wir im Orbit um Saurian Major angekommen, 1000 spacials, um genau zu sein. (Könnte ein Physiker mir mal sagen, was das ungefähr in km wäre? Ein sicherer Orbit für ein Schiff von ungefähr 500 Meter Länge? Die 500 Meter kommen aus einer Fan Diskussion, fragt nicht.)

Dieses Mal will Blake Vila mit runternehmen. Interessant, vielleicht sehen wir hier auch gerade das Spiel „ich sichere mir meine Verbündeten“. Vila ist nicht begeistert. Das habe ich schon mal geschrieben, oder? Mal sehen, wann er über etwas begeistert ist. Okay, die Landung von Avon fand er gut.

Blake sollte sich jetzt dringend mal was Anderes anziehen. Diese grüne Kutte ist sowas von grottenhäßlich, das geht gar nicht!

Auch Avon soll mitkommen, doch er fragt, ob Vila nicht reichen würde. Schon, meint Blake, aber es wäre eine zeitkritische Angelegenheit und er wäre schneller mit Avon. „Ohne Zweifel“ antwortet Avon und drückt Knöpfchen, während er Blake nicht ansieht. Was für eine Zicke.

„Jenna wird uns teleportieren“ sagt Blake und damit ist für ihn das Gespräch beendet. Interessanterweise gibt es nur einen möffigen Blick von Avon, welcher aber folgt.

Gan und Vila packen T3Gs zu der Flasche Limonade in einer roten Kühlbox. Wir machen ein Picknick?! Los geht’s.

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Saurian Major ist ein roter Planet der ansonsten verdächtig nach einem Steinbruch in England aussieht, in den ein paar gruselig aussehende rote Gummipflanzen gestellt wurden, welche an Geschlechtsteile erinnern. (Entschuldigung, aber es ist nun mal so.) Vila ist neugierig und erkundet die Gegend, auf seinen angeekelten Ausruf über die Konsistenz der Pflanzen fragt Avon, ob er verletzt wäre.

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Spannend, ganz so uninteressiert am Wohlergehen der anderen Gruppenmitgliedern ist er wohl doch nicht. Blake meint, dass es auf dem Planeten intelligente fleischfressende Pflanzen gäbe, woraufhin Avon seine Hand sofort zurückzieht und Vila im ihm üblichen Humor antwortet:

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Blake will ein Feuer entfachen und hoffen, dass die Rebellen ihn so finden. Das Kommunikationszentrum ist eine Weile Fußmarsch entfernt, sie befürchten keine Sicherheitskontrollen dort, wo sie gerade sind.

An Bord der Liberator fragt sich Jenna, ob sie aus der ganzen Nummer aussteigen sollte. Die Verfolgungsjagden, die ewige Flucht, das schmeckt ihr alles nicht. Blake würde sie sicher nicht hindern, sich einen Ort zum Verstecken zu suchen, meint Gan, aber sie würde auch dann noch verfolgt werden. Er für seinen Teil müsse bei Blake bleiben, weil er Leute braucht, auf die er sich verlassen kann:

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Gan hat einen Menschen getötet, jetzt hat er Kopfschmerzen. Jenna schaut nach den Tiefgekühlten. Auf Gans Kopf sehen wir eine lange Narbe. Hm. Lobotomie in der Zukunft? Man weiß es nicht.

Die Hintergrundmusik weist darauf hin, dass irgendetwas mit der Kapsel und ihrer Besatzung nicht stimmt:

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Jenna wundert sich, dass die „Särge“ geschlossen sind, sie ist sich scher, sie hätten sie offengelassen. Ich bin mir da auch sicher. Also sind die Leute schon wach? Aber wo sind sie dann? Ah, sie liegen doch noch drin. Oh, nur einer! Der andere ist weg. Jenna geht raus und versucht den Unsichtbaren davon zu überzeugen, dass sie nichts Böses im Schilde führen. Herrje, kann mal jemand die Landebucht besser ausleuchten?! Die ganzen Doctor Who Folgen waren in dieser Zeit komplett bis zum GetNo ausgeleuchtet und überbeleuchtet; die Liberator ist ein Alienschiff, die werden ja wohl Licht haben!

Ein blaues schlecht geworfenes Plastikdings trifft Jenna von hinten. Au weia, die hatten echt keine Kohle, nicht mal für genügend gute Tricks. Seufz.

Jenna macht das einzig richtige und zieht sich zurück zum Sprechpanel an der Wand. Nur leider wurde dies zerstört. Es kann ja sein, dass sie den Neuankömmlingen nichts tun wollen, aber vielleicht wollen diese der Liberator Besatzung etwas Böses? Die Zeichen deuten darauf.

Jenna entkommt. Ich gehe nicht weiter auf Details ein, das ist einfach zu schlecht gemacht alles. Nächste Szene bitte!

Gan behandelt Jennas gebrochenen, oder zumindest blau gefleckten, Arm und kümmert sich dann um die Gäste in der Landebucht. Zumindest sagt er das.

Blake meldet sich von unten, sie wären unterwegs und würden sich umgucken, es wären aber keine Rebellen in Sicht. Er fragt wie es oben aussieht und Jenna lügt ihn an und meint, alles wäre unter Kontrolle. Stimmt ja für den Moment auch, sicher will sie nicht, dass Blake sich Sorgen macht, aber warum müssen die Leute an Bord sich permanent etwas vormachen?

Avon und Vila stiefeln irgendwo auf Saurian Major herum, Blake bewacht das Feuer, als ihn eine rote Hand den Berg runterschubst. Mein Gott, warum muss das alles so unglaubwürdig gemacht sein? Blake sieht aus, als müsse er sich zwingen, den Geröllhügel runterzufallen.

Eine Frau bedroht ihn mit einer Waffe. Fit ist sie jedenfalls. Sieht nicht aus wie Föderation, also eine von den Rebellen? Oh, sie spricht mit ihm, ohne die Lippen zu bewegen. Spannend. Ooch, und dann lässt sie sich von dem alten „oh guck, was ist das?,“ Trick überlisten, och nö!

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Blake erzählt ihr die Wahrheit über sich, aber sie glaubt ihm nicht. Daraufhin hat er keinen Bock mehr, entschärft die Waffe bevor er sie zurückgibt und meint, sie wurden es auch ohne die rote Dame schaffen. Richtig so.

Aha, jetzt spielt sie doch mit und stellt sich endlich vor:

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Ein Geräusch lässt sie aufschrecken und Vila kommt hervor, nachdem sie ihn gehört hat. Avon taucht jetzt ebenfalls auf; er hatte die Situation die ganze Zeit im Griff. Behauptet er zumindest.

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Interessanterweise scheint Cally williger zu sein, Avons Fragen zu beantworten als Blakes. Vielleicht spricht er eher ihre Sprache? Wir  erfahren, dass sie zur Rasse der Auronar (vom Planeten Auron) gehört und auf der Seite der Rebellen kämpft. Die Telepathie-Nummer funktioniert so: sie kann keine menschlichen Gedanken lesen, aber Menschen können ihre Gedanken empfangen, wenn sie das will. Davon abgesehen ist sie die einzige die auf Saurian Major übrig ist, nachdem alle anderen biologisch-chemisch vernichtet wurden. Autsch.

Auf jeden Fall kriegt sie jetzt einen massiven Anfall von Zickigkeit und will alles zerstören, nötigenfalls bis sie selbst zerstört ist. Na, da passt sie ja super zu Blake mit seiner „wir befreien die Menschen von der Föderation“ Idee. Vila hat keine Lust auf eine Selbstmordmission.

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Sie beschließen, zu viert weiterzumachen.

Auf der Liberator meldet sich Gan nicht mehr, Jenna geht ihn suchen. Ich komme nicht umhin, die Schönheit des Sets zu preisen; ich mag diese sechseckigen hellen Gänge, auch wenn man sieht, dass sie mit Gaffatape beklebt wurden.

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Ein Schlauch führt mittlerweile zur Kapsel. Der war aber vorher noch nicht da! Gan ist nicht zu sehen, ungesehen von Jenna taucht eine Hand auf, Gans? Jenna überwältigt einen der Gäste. Gan fällt aus der Kapsel. Also war es doch seine Hand. Aber warum hat Jenna ihn nicht gesehen? So groß ist die Kapsel ja nun auch wieder nicht. Jedenfalls konnte Gan wohl nix machen wegen eines Limiters, den er im Kopf hat und der ihn am töten hindert. Na das ist ja ne tolle Hilfe. Was genau hat er denn vrrgehabt, als er zur Landebucht ging? Mit den Aliens reden? Das hat schon bei Jenna nicht funktioniert.

Die Gäste scheinen sowas wie Daleks zu sein und hassen alle, die nicht sind wie sie. Sagt Gan.

Auf Saurian Major besichtigen wir nun mit unseren Vier ein Kernkraftwerk, pardon, das Kommunikationszentrum. Kleine Notiz am Rande: dies war ein echtes funktionierendes KKW mit Geigerzählercheck und allem was dazu gehört für das Fernsehteam. Glaube ich. Wenn nicht in dieser Folge, dann auf jeden Fall in Folge sechs.

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Ich bewundere Gareth Thomas (Blake), wie er neben dem Abklingbecken und der Garderobe für die Werksmitarbeiter völlig glaubwürdig versichert, dass dies der relevante Raum wäre, den es zu zerstören gälte.

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Avon erklärt Blake wieder, wie blöd er sei, denn sie müssten die Tür sprengen um reinzukommen und das würde die Wachen alarmieren. Jetzt kommt Vila ins Spiel und meint, als Dieb könne er ja wohl Türen öffnen, sie sollen ihn mal machen lassen. Sehr fein!

Ah, sie wurden gesehen, jetzt heißt es schnell sein! Avon ist wieder unter druck, das heißt er funktioniert schnell und präzise und arbeitet daran, die Anlage außer Betrieb zu setzen, während Blake die Tür bewacht.

Auf der Liberator kämpft Jenna und etwas später Gan wieder mit einem gast, der letzte müsste das jetzt sein. Gähn, langweiliger Lückenfüller mit schlechter Choreografie! Die Frage aus der letzten folge, ob Jenna jemanden töten könne, ist jedenfalls geklärt. Sie kann.

Avon beeilt sich, die Truppen auch, Blake gibt Cally ein T3G. Die Spannung steigt. Zumindest will der Regisseur den Eindruck erwecken.

Jenna will das Kabel zwischen Kapsel und Schiff kappen, denn es zieht Energie aus der Liberator. Gan soll sich inzwischen erholen, sein Limiter hat ihm wieder zu schaffen gemacht. Mann, ist der nutzlos! Ich meine, wenn ich weiß, dass ich nicht töten kann, warum nehme ich dann eine Waffe mit und versuche es trotzdem? Er ist doch eigentlich stark genug, per purer Körperübermacht zu gewinnen. Alles muss Jenna alleine machen.

Zen meldet sich, als Gan aufs Hauptdeck kommt und erklärt, die Wesen wären Wächter, die die Genbanken in der Kapsel bewachen würden und alle Bedrohungen der Genbank ausschalten beziehungsweise vernichten. Es gäbe vier Wächter. Huch, wo war denn der vierte? Gan erkennt die Bedrohung und will Jenna warnen. Warum er dazu wieder in den Teleportraum geht und das nicht via Communicator vom Deck aus macht, erschließt sich mir allerdings nicht. Egal, sie hört ihn eh nicht und er bricht zusammen. Diese Limiter-Geschichte gefällt mir überhaupt nicht, das wird noch ein Risiko!

Noch eine Hand taucht aus der Kapsel auf, noch mehr langweilige Lückenfüller. Also, nichts gegen Jenna, sie macht das gut und routiniert und so, aber diese ganze Geschichte sieht so konstruiert aus! Wir können nicht alle auf den Planeten schicken, wir brauchen noch irgendeinen Subplot an Bord der Liberator! Abermals *gähn*.

Auf Saurian Major hat es Avon geschafft, wir arbeiten auf eine Überhitzung des Reaktors hin. Dann sollte es laut Plan Puff machen und die kleinen Kühe fallen um und die Föderationswachen etcetera. Blake gibt Jenna bescheid, dass sie sich bereit halten sollen. Nur, dass diese ihn wohl schwerlich hört, denn sie hopst ja grad im Landebereich rum, um das Kabel zu entfernen. Blakes bitten um Teleportation werden energischer, Gan hört es und gibt sich Mühe, an die Steuerkonsole zu kommen. Ach so, deshalb ist er in den Raum vorhin gegangen! Damit zumindest einer in der Lage ist, den richtigen Knopf zu drücken. Gerade rechtzeitig schaffen sie es. Die Statisten in Föderationsuniformen fallen nach einer Miniexplosion in der manipulierten Konsole um. Oh Gott, bitte lass die Episode bald vorbei sein.

Oben angekommen geht Blake zum Wächter, der auf den Boden liegt und Avon macht das einzig richtige: er überschaut schnell die Situation und zieht erstmal seine Waffe. Die erste frage von Blake ist auch nicht „Gan, alles okay?“ Oder „Was ist passiert?“ Sondern „Wo ist jenna?“

Blake rennt los zur Landebucht, Avon soll nach Gan schauen. Jaja, Befehle gibt er schon gerne, der Blake. Vila und Cally stehen rum. Wahrscheinlich hat ihnen der Regisseur nicht gesagt, was sie machen sollen.

Nochmal Landebucht, nochmal Hand und Plastikdings zum Bedrohen, nochmal schlechte Stunts, nochmal Lückenfüller. Jessesmaria. Unnötig zu sagen, dass Blake gerade rechtzeitig kommt und der letzte Wächter stirbt. Wobei, das hätte Jenna auch alleine geschafft.

Auf dem Hauptdeck betrachten unsere Protagonisten zu guter Letzt das Silvesterfeuerwerk von Melbourne. Also gut, sie schauen zu, wie auf dem Planeten alles in die Luft fliegt. Blake lädt Cally ein, bei ihnen zu bleiben. Die Kapsel soll über Bord geworfen werden; Gan meint, dies wäre Mord. Wir erinnern uns, die Gendatenbanken. Innerhalb von Minuten könnte es neue Aliens geben. Die Mordabsichten haben, wie Vila anmerkt. Dies wäre wohl der Grund gewesen, warum Zen ihnen von Anbeginn an nicht helfen wollte. Jenna pflichtet dem bei und meint nur, es sollte ihnen eine Lehre sein, wie sei, Aliens an Bord zu bringen. Cally (Alien, wie wir wissen) schaut nur.

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Die nächste Reise soll nach Centero gehen, gibt Blake vor. Wieder mal, ohne mit der Crew vorher zu reden.

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Ein leichtes Zucken von Avon lässt erahnen, dass er sich fragt, wo er da hineingeraten ist.

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Rückblick: Ich weiß nicht. Ich hatte die Episode nicht so grottig im Hinterkopf. Es ist immer noch interessant, wer sich mit wem zusammentut und welche Motive zum Vorschein kommen, aber davon abgesehen war es eine ziemliche „monster of the week“ Folge: Wir jagen was in die Luft und nebenbei haben die übrigen Charaktere auch noch was zu tun. Warum das Ganze übrigens Time Squad heißt, habe ich auch nicht herausgefunden. Hat irgendwas in der Folge mit Zeit oder einem Trupp zu tun? Hab ich was verpasst?

Lieblingszitat: Vila: I plan to live forever – or die trying.

Lieblingskostüm/CosPlay: Ich mag Callys Lederoutfit, aber es ist sehr schwer, Einzelheiten zu erkennen. Im Zweifelsfall sollte man sich also am besten komplett in rotes Leder (enge Hose, lockere Halbstiefel, Handschuhe, lockeres Oberteil) kleiden, mit einer Waffe und der halblangen Dauerwelle passt das dann schon. (Bilder tbd)

Das sagt „Liberation – A Complete Guide to Blake’s 7“: tbd

Das sagt „A History and Critical Analysis of Blake’s 7“: tbd

Das sagt „MAXIMUM POWER!“: tbd

Bilder auf „framecaplib“: Klick

Folge auf dailymotion sehen: Klick

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