neue Dinge lernen (heute: Osho)

In der letzten Zeit spiele ich häufiger „Quizduell“ (eine App für’s Smartphone) und natürlich weiß ich nicht alles.

Alles, was ich nicht weiß, sichere ich mir als Screenshot und lese es später nach.

So nach und nach findet ihr hier im Folgenden also ein wenig Wissenswertes.

Fangen wir aber zunächst mit einem Begriff an, der bei der letzten Bierwanderung mit B. fiel. Ihr Freund ist Buddhist und ich habe noch nicht so ganz die verschiedenen Strömungen durchschaut, mir fiel aber Stefan W. aus meinen Jugendzeiten im Umweltverband ein, ein damals schon älterer Herr, der mir eines Tages einen Hefter mit kopierten Schreibmaschinenseiten gab, die ich auch brav durcharbeitete. Ich meine mich zu erinnern, dass ich es sogar ganz spannend fand, aber für mich annehmen wollte ich es nicht, dazu war die Sprache zu komplex. Salopp gesagt, ich hatte nicht ganz verstanden worum es geht, glaube ich. Der Begriff damals hieß „Osho„. Das sagte der Freundin nichts und ich war verwirrt. War Osho nicht auch so ein Esoterikdings? Genau wie Buddhismus? (Achtung, bewußte Überspitzung! Wie man merkt, habe ich nicht wirklich Ahnung, aber das weder das eine noch das andere „Esoterikschnickschnack“ sind, ist mir schon klar.)

Habe gestern also mal den Osho-Artikel in der Wikipedia gelesen & gestaunt:

– Osho ist Bhagwan, aha! Na damit kann ich doch ein wenig mehr anfangen.

– Das sind diese orangefarbenen Leute, oder? Aha, orange war gar nicht Bhagwan-spezifisch: „Orangefarbene Kleidung und Mala sind Attribute traditioneller Sannyasins (als heilig betrachteter Asketen) in Indien. Die Art und Weise, wie die – bewusst provokative – Übernahme dieses Kleidungsstils zustande kam, hatte ein zufälliges Element: Laxmi (seine Sekretärin) war eines Tages, einer spontanen Idee folgend, in Orange bei ihm erschienen. Acharya Rajneesh (Osho) gefiel anscheinend der Gedanke, seine Anhänger in einer Kleidung zu sehen, die, gemäß dem hinduistischen Konzept des „Sannyas“, eine Verpflichtung zur Entsagung und zur spirituellen Suche versinnbildlichte. Sein Sannyas sollte jedoch ein lebensbejahendes, feierndes Sannyas sein, in dessen Mittelpunkt „der Tod von all dem, was du gestern warst“ stehen würde. Aufgegeben werden sollte dabei nur das, was den Menschen daran hinderte, ganz im jetzigen Moment zu leben.

– Irgendwie ging es nach dieser Sheela und der USA-Geschichte bergab. Schade, denn

– die Grundidee hat schon was für sich: „Sozialismus und Gandhi, so sagte er, verherrlichten beide die Armut, anstatt sie abzulehnen. Indien brauche Kapitalismus, Wissenschaft, moderne Technologie und Geburtenkontrolle, um seiner Armut und Rückständigkeit entkommen zu können. Auch zum orthodoxen Hinduismus äußerte er sich kritisch: die brahminische Religion sei steril, alle politischen und religiösen Systeme seien falsch und heuchlerisch.

– Außerdem ist es spannend, dass er seinen Weg -über- den Atheismus gefunden hat. Würde man ja so nicht annehmen, sondern, wie ich zunächst, das Ganze in die pseudoreligiöse Ecke schieben.

Und mir ist noch dieser Satz aufgefallen: „Rajneesh wurde früh mit dem Tod konfrontiert. Sein geliebter Großvater starb, als er sieben Jahre alt war. Als er fünfzehn Jahre alt war, starb seine Freundin (und Kusine) Shashi an Typhus. Beide Verluste trafen ihn tief; seine späten Teenagerjahre waren von Melancholie, Depressionen und chronischen Kopfschmerzen geprägt.“ Also ehrlich, meine Vaterfigur ist gestorben, als ich 12 war, meine Mutter, als ich 15 war. Beide nicht friedlich, sondern ziemlich gewalttätig. Habe ich deshalb „bis zur Erschöpfung“ meditiert? Wer weiß, was aus mir geworden wäre!

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