Pro Tipp: Bahn Sitzplätze 

Setzt euch auf die bahn.comfort Plätze. Ich habe noch kein einziges Mal erlebt, dass wirklich ein bahn.comfort Kunde gekommen ist und einen der Plätze haben wollte. Und bis die Bahn merkt, dass dieser Vorteil von bahn.comfort nicht wirklich genutzt wird, viel Spaß! 

Add on: es gibt kostenloses WLAN im ICE.  Überall. Sogar schlicht und einfach. 

12 Gedanken zu “Pro Tipp: Bahn Sitzplätze 

  1. Uiuiui, mit so einem Tip wäre ich mehr als vorsichtig. Wochentags marodieren insb. Bahncard100-Inhaber durch die Wagen und fordern sogar, dass man ihnen den eigenen Bahncomfort-Status beweist. Finde ich genauso unverschämt wie das ganze, bekloppte Bahncomfort-Konzept, was nur für Unfrieden sorgt (sage ich als Bahncomfort-Status-Inhaber).

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    • Ansonsten hast du Recht, ich habe noch nicht erlebt dass „ich bin bahncomfort Kunde und würde gerne hier sitzen“ friedlich abgelaufen wäre. Wie auch die erste Gegenfrage ist logischerweise „warum hier und nicht auf einem der zwanzig anderen bahncomfort Plätze?“.

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    • Ah ja, Sie müssen auf alle Fälle kein Bahncomfort-Kunde sein, sonst würden Sie sicher nicht unverschämt finden, dass jemand den dort sitzenden Fahrgast höflich nachfragt, ob er auf „für Kunden mit Comfort-Status reservierten Sitzplätzen“ auch den Comfort-Status besitzt.
      Diese Vielfahrer mit Bahncard 100 oder entsprechenden Umsatz (< 2.000 EUR/Jahr) bei Bahncard 50/25 zahlen verdammt viel Geld und müssen offensichtlich sehr viel Bahnfahren und werden daher als die treuesten Kunden etwas von der Bahn gehätschelt. Wo ist das Problem?

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      • Hallo Humboldt, wie Silencer schrieb, ist er ja sogar selbst Bahncomfort-Kunde. Ansonsten kann er sicher selbst antworten. 🙂
        Falls ich dennoch etwas dazu anmerken darf, möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass das Konzept, so wie es jetzt umgesetzt ist (markierte Plätze, die bei Bedarf freizugeben sind), eben gerade nicht funktioniert. Weil es eben immer noch ungerecht erscheint, warum Normalerfahrer A jetzt den Platz räumen soll und nicht Normalfahrer B. Weil das nach dem Nasenfaktor des Bahncomfort-Kunden entschieden wird. Dass da Normalkunden mosern, kann ich verstehen. Gibt es eine bessere Lösung? Gute Frage. Ich denke da in Richtung „technische/digitale Lösung“ – ich halte meine Bahncomfort-Karte an einen Scanner am Eingang des Wagens, den ich gerade betrete, ein entsprechender Sitz (die, die jetzt auch schon nominell freigegeben sind) wechselt seinen Status von „ggf. freigeben“ zu „belegt“, und die Diskussionen, zumindest die Diskussion über „warum dieser Platz und kein anderer“ sind erledigt. Ist mit momentanen Mitteln halt noch nicht machbar.

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        • Ich habe ein Problem damit, dass hier innerhalb der 2. Klasse faktisch nochmal eine zweiklassen-Gesellschaft aufgemacht wird, bei der sich manche Kunden für wichtiger/mehr wert halten als andere – und die anderen in der Bringschuld sein sollen, wenn es um die Legitimation geht, auf bestimmten Plätzen zu sitzen.

          Das kann solange gut gehen, wie alles höflich und anständig läuft. Tut es meiner Erfahrung nach aber oft nicht. Viel zu häufig sehe ich die Szene, in der im vollbesetzten, verspäteten Zug ein völlig entnervter Bahncard-100-Inhaber lautstark und polternd verlangt, dass sich jetzt mal alle ihm gegenüber ausweisen oder sich von seinen Bahncomfort Sitzplätzen trollen sollen. Im Extremfall steht dann meist eine verschüchterte Frau auf und steht den Rest der Fahrt im Gang. Hört sich jetzt nach einem banalen Beispiel an, erlebe ich aber leider häufig.

          Das ist es, was mich nervt: Wenn die Bahn wichtige Kunden hätscheln will, soll sie das tun – und uns z.B. mit Gutscheinen für Upgrades oder Kaffee zuwerfen. Die Etablierung einer Zweiklassenaufteilung, deren Regeln sich nicht allen eindeutig schließen UND die andere Reisende im Extremfall herabwürdigt und im Einzelfall sogar erniedrigt, ist nicht der richtige Weg. Wir Vielfahrer und Bahncard-100 Besitzer sind treuere Kunden als andere, aber wir sind keine wichtigeren Menschen und haben nicht das recht andere zu erniedrigen. Das scheinen aber manche zu glauben, die Bahn fördert das auch noch, und das ist mein Problem mit dem Konzept.

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          • Gut, wir sind uns sicher alle einig, dass das jetzige System zu eher peinlichen Situationen führt und nicht wirklich gut in sehr vollen Zügen funktioniert. Allerdings finde ich insbesondere von anderen Bahncard 100 Kunden das Verweigern des Vorzeigens seines Comfortstatus überhaupt nicht nachvollzierbar (und wenig abgeklärt), da sie doch selber die Situation in vollen Zügen aus der anderen (stehenden) Sicht kennen müssten. Und ja, ich finde, ein Stammkunde, welcher knapp 400 EUR im Monat für seine Bahncard 100 auf den Tisch legt, darf Privilegien wie reservierte Sitzplätze gegenüber dem Normalkunden genießen dürfen, und diese auch – natürlich höflich – geltend machen. Meine lieben 2-3- im-Jahr-Bahnfahr-Sparfüchse, welche dann kackfrech einfach sitzen bleiben und laut herumposaunen „Sie haben kein Recht, nach meinem Comfort-Status-Nachweis zu fragen“, erhalten hier von mir wenig Verständnis. Es dann bis zum Zugchef durchzueskalieren, ist in vollen zügen für alle sicher viel Peinlicher und Nerviger, anstatt den Comfort-Status als Reservierung genauso zu akzeptieren, wie normale Platzreservierungen, da geht das doch auch in der Regel reibungslos (wenn sich der resolute Platzkarteninhaber nicht mal wieder in der Wagennummer vertan hat 🙂

            Das es am Schönste wäre, alle hätten aureichend und entspannt Platz, ist wohl selbstredend, aber uns armen Fernpendlern auch noch eine weitere Zwei-Klassen-Aufteilung vorzuwerfen, finde ich unpassend.

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    • Verstehe ich nicht, warum Sie als Bahncard100-Inhaber sich hier standhaft weigern, einfach kurz ihr Kärtchen „gegen“ zücken und mit einem Augenzwinkern „leider, leider, ich bleibe sitzen .-) )
      Sie müssten doch am Besten unsere Not kennen, in sehr vollen Zügen um den Comfort-Nachweis zu bitten. Oder finden Sie, uns sollte dieses Privileg nicht zustehen?

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      • Vielleicht meinen Post nochmal ganz lesen.
        Ich meine das ernst.
        Ich finde es nicht richtig, dass ich von anderen eine Legitimation fordern soll, und ich werde auch nicht auf Nachfrage eines Fahrgastes meine Karte vorzeigen. Schon gar nicht um ein süffisantes „Leider, leider“ von mir zu geben. Das würde dieses ungerechte System fördern. Wenn derjenige dann mein irgendwas eskalieren zu müssen, dann werde ich mich gerne gegenüber der Zugbeleiterin ausweisen.

        Mir ist schon klar, dass manche Menschen sich für wichtiger oder besser halten, weil sie mehr Geld ausgeben, und dann auch vermeintliche Rechte einfordern. Ich gehöre nicht dazu.

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        • Ihre Sichtweise „ideologisiert“ etwas, was überhaupt nicht so dafür geeignet ist. Dann finden Sie es sicher auch unverschämt, wenn Leute sich für 4 EUR eine Platzkarte vorab kaufen und sich mit diesem investierten Geld für etwas Besseres halten und einen für sie reservierten Sitzplatz einfordern?

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          • Äpfel/Birnen. Bei der Reservierung zahle ich explizit für eine Leistung, da sind die Spielregeln vollkommen klar und über dem Sitz wird symbolisiert: Der Platz ist vergeben.

            Ist aber auch egal. Sie wollten wissen, wo mein Problem ist, ich habe meine Meinung erläutert. Jetzt versuchen Sie mir Ideologie zu unterstellen und mich in eine Diskussion zu verwickeln. Kein Wunder, dass ihnen das Bahncomfort-Konzept so gut gefällt – auch hier haben sie Gelegenheit Leuten nachzuweisen, dass sie entweder falsch sitzen oder umgekehrt, dass sie das Recht haben, im Gegensatz zu anderen zu sitzen – und diese „Macht“ verleiht ihnen das Plastikkärtchen, für das sie ach so viel Geld ausgegeben haben und das sie nun zu etwas wichtigerem macht. Wenn ihnen diese gartenzwergige Haltung gefällt, dann freuen Sie sich doch: Die Bahn fördert dieses Denken.

            Für mich ist diese Diskussion an dieser Stelle beendet, ich verschwende meine Lebenszeit lieber mit angenehmeren Dingen.

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          • OK, Danke, aber Sie haben überhaupt nichts verstanden. Sie konnten nicht vernünftig erläutern, wo Sie einen Unterschied zwischen den 4-EUR-Platzreservierungen und den 390 EUR-Bahnkunden inkl. „für Bahncomfort-Kunden reservierte“ Plätze sehen, sondern haben hier Äpfel und Birnen für das gleiche Ding aus dem Nichts erschaffen und mir dazu noch wirre Dinge unterstellt wie Machtphantasien u.ä.. Mein Einwand, sie „ideologisieren“ hier etwas, war also nicht ganz unberechtigt.

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