Dienstag, 20. Februar

Die erste Fastenwoche ist um, das heißt für mich, eine Woche ohne Nägelkauen. Hab ich es bis hierher geschafft? Ja. Wie sieht es denn nach einer Woche aus? Nicht mehr so schlimm wie letzte Woche, aber immer noch sehr, sehr kurz. Für Menschen mit regulären Nägeln wohl immer noch viel, viel zu kurz. Wie geht es mir damit? Gut! Erstaunlich gut. Es ist ja nicht so, dass ich Nägel kauen will, aber ich tue es eben.

Warum lass ich es dann nicht einfach? Weil, ja, letztendlich weil ich mich nicht immer so unter Kontrolle habe, wie ich es gerne hätte. Weil die Nägel nicht so perfekt nahtlos sind, wie ich es möchte. Weil ich diese Angewohnheit schon seit sehr, sehr langer Zeit habe.

Wenn ich tatsächlich mal darüber rede, und das mache ich nicht oft, denn natürlich ist es immer noch peinlich, kommen meist gut gemeinte Ratschläge. Ich höre sie mir gerne an, aber kann inzwischen Folgendes sagen: wenn ihr nicht selber kaut / gekaut habt, sondern euer Wissen aus Zeitschriften und dem Internet habt, bitte lasst es. Die Ratschläge kenne ich und habe sie glaube ich inzwischen alle durchprobiert.

Meine Favoriten sind:

  1. Das schmeckt doch nicht!
    Nein, stimmt. Ich kaue nicht, weil es schmeckt, da könnte ich auch eine Plastikgabel essen.
  2. Mach es einfach nicht.
    Danke fürs Gespräch. Es ist keine bewusste Entscheidung, zu kauen. Es ist aber eine bewusste, es nicht zu tun. Und dieses Bewusstsein, diese Konzentration auf diese eine Sache habe ich nicht immer. Ein Rückfall reicht ja schon.
  3. Da gibt’s so Nagellack, oder auch Lack mit Bitterstoffen.
    Hab ich probiert, sowohl das teure Zeug, als auch normalen Nagellack. Die Bitterstoffe sind dazu da, das Gehirn aufzuwecken und o.g. bewusste Entscheidung zu triggern. Leider mag ich bittere Sachen, also ist der Lack schnell weg. Und die Nägel auch.
  4. Trag einfach Handschuhe.
    Das funktioniert tatsächlich, ist aber leider unpraktisch.
  5. Lass dir künstliche Nägel machen.
    Auch das funktioniert. Ich hatte lange Zeit eine Nageldesignerin, die ehemals selber gekaut hat und vor der ich mich daher nicht schämen musste. Sie wusste auch, wie man Nägel erstmal aufbaut, denn meine sind wirklich so unglaublich kurz, dass ein normales Nagelstudio da gar nichts draufmodellieren könnte.
    Die Modellage tat relativ weh, war teuer und nach zwei Wochen hab ich dann die Kunstnägel abgeknibbelt, weil sie wieder nicht perfekt und nahtlos waren. Wenn unten der Ansatz vom echten Nagel langsam rauswächst finde ich das halt einfach hässlich.
    Ja, meine Nägel waren etwas länger, aber durch das Gel auch unglaublich dünn und brüchig, und ich hatte das Gefühl, auf Dauer schadet das meinen Naturnägeln eher, als dass es nutzt. Ich bin jemand, der anfasst, bei mir sind Hände Gebrauchsgegenstände, da waren künstliche Nägel für mich einfach keine Alternative für die Zukunft.

Und ich dachte mir, mein Problem ist im Kopf – das muss ich ganz alleine lösen. Der Rest ist nur Kosmetik.

Was mache ich jetzt?

Ganz simpel, ich habe immer, immer, immer Handcreme dabei. Wenn ich eine raue, unperfekte Stelle abkauen will, creme ich mir die Hände statt dessen ein. Bisher funktioniert es. Nein, schön sind die Nägel immer noch nicht, und lang werden sie wohl auch nie, damit könnte ich auch nicht arbeiten, nicht nach Jahrzehnten mit ultrakurzen Nägeln, aber das wächst sich alles raus. Und dann!

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Kein #609060 heute, Jeans und die türkise Bluse.

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Hier kann man einen römischen Löffel kaufen (habs noch nicht probiert): klick (Alte Hammerschmiede)

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Via Buzzfeed, 27 Diagramme, die das Kochen leichter machen: klick

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Recollections – falls jemand nicht ganz historisch korrekte, aber hübsche und preiswerte (wenn auch nicht billige) Kleider von 1850 – 1950 kaufen möchte: klick

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Umrechnen von ASCII to Hex to BAse64 to Binary and Decimal – falls jemand Geburtstagskarten für einen Computergeek schreiben möchte: https://www.asciitohex.com/

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Ein leckerer Whisky, den ich mal probieren durfte, aber noch nicht gekauft habe: Australischer Hellyers Road Peated Single Malt Whisky

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Am Abend: ein entspanntes, spannendes Treffen zum Thema Musik-A.

Ein Gedanke zu “Dienstag, 20. Februar

  1. Die Tips bezüglich Nägel kauen…… seufz ich kenne sie alle. Ich hab auch lange Jahre intensiv gekaut und mir immer wieder die gleichen Sprüche angehört. Ich versteh nicht warum du das machst, das sieht hässlich aus, das macht man nicht als Frau bla bla bla. Nützt aber herzlich wenig hab trotzdem weiter gekaut. Da gibts auch keinen wirklichen Tip wie bei so vielen Dingen. Ich hab die irgendwann mal angeschaut und mir gedacht wäh das sieht wirklich doof aus und dann hab ich aufgehört. Das berühmte Klick machen im Kopf. Anders gehts denk ich nicht.

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