Donnerstag, 7. Juni

Astro-Alex ist unterwegs!
Ich hätte jetzt viele Sachen verlinken können, den ISS Livestream, die Frage, wie man als Muslim im All betet, aber eigentlich hat Frau Nessy das alles schon viel schöner gemacht, also schaut doch mal bei ihr rein und folgt ihren Links. Und gerne auch dem übrigen Blog, es lohnt sich.

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Lohnenswert zur täglichen Lektüre ist auch der etwas andere Account des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR).

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Frau Kaltmamsell schreibt über einen Psychotest (ja, den mache ich dann auch bei Gelegenheit mal, wenn er so toll sein soll):
„Ich kann Vieles ausgesprochen Markt- und Gesellschafts-kompatibel, also für ziemliches Geld verkaufbar, und war darauf geeicht, Aufgaben nur auf „Kann ich das?“ abzuklopfen, worauf die Antwort sehr oft „Ja, kann ich“ war. Daraus folgerte ich, dass ich die Aufgabe eben übernehme. Innere Widerstände unterdrückte ich so routiniert mit „Stell dich nicht so an!“, dass ich sie gar nicht mehr wahrnahm. Bis ich irgendwann vor gar nicht allzu langer Zeit auf die Idee kam, die Frage könnte auch sein: „Will ich das?“ Bis dahin hatte ich aber auf der Basis von Begeisterungsfähigkeit, Naivität und Pflichtbewusstsein schon viel zu oft Aufgaben übernommen, die ich zwar gut bis sehr gut konnte, aber eigentlich nicht wollte. Das Ergebnis (meine Affekte neigen zu Schwarz/Weiß, Null/Eins – halt zum Digitalen): Komplettblockade.“

Guter Punkt. Geht mir auch in letzter Zeit so.

Gerade was die „Künstler“Karriere angeht, stehe ich immer wieder vor der Frage „was will ich denn eigentlich?“ Wenn ich in mich reinhöre, dann möchte ich schöne Musik singen, Operette, Oper, Musical. Ich möchte mich daheim vorbereiten können und einen Auftritt absolvieren. Ich möchte nicht selber eine Band organisieren, niemanden außer mir selbst. Ich möchte einfach so perfekt und freudevoll wie möglich auf der Bühne stehen, idealerweise mit Schauspiel.

Das ist auch einer der Gründe, warum ich bei des boahs Idee, eine Andrew-Sisters-Revival-Band aufzuziehen nicht so recht mitziehe. Denn ich weiß ja, wie es ausgeht:

Ich kann gut organisieren und den Überblick behalten und dramaturgisch denken und dementsprechend werde ich über kurz oder lang hinter der Bühne landen (hoffentlich – immerhin überhaupt Bühne, statt gar keiner Bühne). Aber ich will eben noch nicht von der Bühne gehen, weil ich mir denke, „Verdammte Axt, ich bin 40, ich bin noch nicht tot! Es ist zu früh, um sich hinten zu verstecken.“

Ich kann übrigens auch gut vorbereitet und regelmäßig zu Proben kommen, was dazu führt, dass es weitestgehend überhaupt kein Interesse daran gibt, mich aus einer Position in der hinteren Reihe nach vorne zu holen, denn stabile, gute Leute braucht man eben überall, insbesondere aber im Hintergrund.

Fortsetzung Frau Kaltmamsell: „Heute stehe ich vor dem Scherbenhaufen, dass ich praktisch keine der beruflichen Aufgaben, mit denen ich Geld verdienen kann, auch will (Management, Führung, Konzeption, Projektleitung). Und umgekehrt nichts, was ich gerne mache, dem Markt unterwerfen möchte. So habe ich mir einen Gelderwerb gesucht, der mich möglichst wenig belastet und mein eigentliches Leben finanziert. Diese Arbeitshaltung hätte ich als 25-Jährige entsetzlich gefunden, es ist aber alles halb so schlimm: Die 15 Jahre bis Rente bringe ich schon noch rum.“

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Frau Gröner backt Schokoladentarte. Könnte ich auch mal machen, sieht gut aus. Und bei der Gelegenheit ihr Blog wieder abonnieren.

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Der Persönlichkeitstest.

Fragen: „Sie improvisieren eher, als dass Sie vorsichtig planen.“ und „Sie improvisieren lieber, als Zeit damit zu verbringen, einen detaillierten Plan auszuarbeiten.“ – sind das nicht de fakto die gleichen Fragen?

Heutzutage bin ich der “KOMMANDEUR” (ENTJ-T). Also, laut diesem Test. (Hat ja ein bisschen was von den Tests, die es früher in Brigitte und dergleichen gab.)

Ich bilde mir ein, dass es früher was mit I vorne war. Also, mal schauen:

„Vielleicht ist es gut, dass Kommandeure nur drei Prozent der Bevölkerung ausmachen. Anderenfalls bestünde die Gefahr, dass sie die eher schüchternen und sensiblen Persönlichkeitstypen, die die Mehrheit ausmachen, verdrängen würden.“

Na, danke.

„Sie besitzen die Fähigkeit, strategisch zu denken und langfristige Ziele im Auge zu behalten, aber gleichzeitig Detailschritte mit Gewissenhaftigkeit und Präzision ausführen. Hierdurch werden sie zu leistungsstarken Führungskräften in der Wirtschaft.“

Might well be.

„Kommandeure sind nicht von Natur aus kaltherzig oder bösartig. Sie genießen jedoch die Herausforderung des geistigen Wettstreits und ihre überlegene Schlagfertigkeit. Wenn die andere Seite nicht mithalten kann, so ist das für sie kein Grund, von ihrem Grundmotiv des Erfolges Abstand zu nehmen.“

😀

„Der folgende Satz wäre bezeichnend für die Denkweise von Kommandeuren: “Es ist mir egal, ob Sie mich einen herzlosen Mistkerl nennen , solange ich nur ein erfolgreicher Mistkerl bin.“

Pretty much. An der Wahrnehmung anderer kann ich eh nichts ändern.

„Kommandeure respektieren Menschen am meisten, die in der Lage sind, mit ihnen geistig zu konkurrieren und mit einer Präzision und Kompetenz zu handeln, die der ihren gleich kommt. Auch Kommandeure müssen jedoch verstehen, dass selbst die größten Genies nicht alles alleine tun können. Zum Glück haben sie eine besondere Fähigkeit, die Talente anderer zu erkennen. Dies hilft ihnen bei der Zusammenstellung von Mitarbeiterteams und hindert sie daran, zu viel Arroganz und Eitelkeit zu entwickeln. Kommandeure tendieren dazu, das Versagen und die Fehler anderer in einer sehr taktlosen Weise anzuprangern und geraten hiermit oftmals in Schwierigkeiten.“

Ja nun. Satz eins stimmt auf jeden Fall. Nicht, dass ich andere nicht respektieren würde. Aber diejenigen, die mir ebenbürtig sind, eben ein kleines bisschen mehr.

„Kommandeure betrachten Gefühlsausbrüche als ein Resultat von Schwäche, können sich aber mit einer solchen Haltung leicht Feinde machen.“

Ja, sehr.

„Sie sollten sich daran erinnern, dass funktionsfähige Teams für den Erfolg des Unternehmens unabdingbar sind, und dass sie das Feedback von Mitarbeitern benötigen, um ihre eigene Leistung beurteilen zu können. Seltsamerweise sind Kommandeure für ein solches Feedback sehr empfänglich.“

Eben. Ich beiße nicht. Auch wenn es den Anschein hat.

„Vielleicht müssen einige Kommandeure ihr emotionales Engagement vortäuschen. Wenn sie jedoch in der Lage sind, ein emotionales Engagement mit ihren vielen Stärken zu verbinden, werden sie mit tiefen, befriedigenden Beziehungen und fortwährenden Erfolgen belohnt.“

Hach. Blumenwiese. Herzchen.

Naja, und dann noch ne ganze Menge Details in englisch, mal schauen ….

„(This) sense of personal responsibility means that Commanders put a lot of energy into their relationships, and they show their creativity by always having something new on the agenda to keep things interesting, especially in the dating phase. At the same time though, Commander personalities keep their eyes on the long term, and if they determine that a relationship is heading towards a dead end, they will cut their losses and move on in what will seem to their partner an abrupt end to the attention they had been receiving.“

Weißt Bescheid, boah! 😉

„Sensing others’ feelings and emotions will never be a comfortable skill for Commanders …“

Jo. Superanstrengend.

„Commanders are extremely growth-oriented, and will seize any opportunity to improve themselves, listening to and acting on criticisms, so long as they are logical ones, and always striving to improve their knowledge.“

Passt. Sonst würde ich diesen seltsamen Test nicht machen.

„Friendships of circumstance, built on things like shared routines, are not Commanders’ preferred method – rather, they pursue their friends, seek out individuals who share their passion for deep, meaningful discussions, and who enjoy learning and development as much as they do. It is not always easy to be Commanders’ friends – they demand a lot from these relationships – but they pay a great deal of attention to their friendships, and it is unlikely that it will ever feel stagnant.“

Das können nur meine Freunde beurteilen. 🙂

„People with the Commander personality type are very smart and highly critical, and they won’t back down if they are put on the defensive – in fact, there’s no better way to earn their respect.“

Stimmt.

„Anyone who can match Commanders’ ability to brainstorm and theorize will find an honest and dedicated friend. Anyone who can’t or won’t, as with many more down-to-earth types who often question the point of such discussions, will find themselves ignored – perhaps a situation that is best for everyone.“

Autsch.

„For Commanders, failure is not an option – they conceive a vision of the future, formulate a strategy to achieve that vision, and execute each step with ruthless precision.“

Jawoll, meine Herrn.

„(T)hey have the good fortune of being clear and concise communicators, especially in person, making business administration a comfortable fit – so long as their tasks don’t stray too far into routine maintenance and upkeep.“

Sehr wahr. Leider.

„The only problem is, it takes time for Commanders’ skills to be recognized, and stagnating as low-level employees will have them bouncing off the walls and deeply unhappy. People with the Commander personality type crave leadership and responsibility, growth and opportunity, and genuinely enjoy managing others to get a job done. Commanders are visionaries and leaders, not grunts or day-to-day administrators. Getting that to be recognized is not always easy, but Commanders are probably up to the task.“

Ja. Aber ich hab ja noch 20 Jahre Berufsleben vor mir. Und solange verdiene ich tagsüber das Geld für das eigentliche Leben, das ich abends und am Wochenende führe.

„If things get a little slow, Commander personalities may slip into periods of absentmindedness, but when they feel involved in the projects around them, they prove well organized and well prioritized.“

Sehr wahr. Hat mir mal fast das Genick gebrochen, als ich überhaupt nicht mitbekam, an was in der Abteilung überhaupt gearbeitet wurde. Und mich zu einem schlechten Mitarbeiter gemacht.

„Commanders’ mentors should bear in mind that their students are very rational and respect firm confidence – hand-holding, emotional appeals or wavering indecision will likely burn the bridge then and there.“

Jo.

„Commanders are natural leaders, and their ability to formulate a strategy and to identify the strengths of each member of their teams, incorporating those abilities into their plans so that each individual fills a unique and important role, makes them able motivators.“

Klingt gut. Mal gucken, ob ich das hinkriege.

„Those seen as inefficient by their Commander managers, or who demonstrate themselves to be lazy or to produce shoddy work will know in no uncertain terms of their failure to impress. The only way to recover is to comply, the only alternative is to find a new manager to impress, somewhere else.“

Klare Kante. ô.ô Call me Number 2.

„Whether it is finding or keeping a partner, making friends, navigating slippery steps on a career ladder, or simply understanding why they feel the way they feel, Commanders need to put in a conscious effort to develop their weaker traits and additional skills.“

Ja, diese Anstrengung ist tatsächlich da. Täglich. Aber sonst wäre es ja auch langweilig.

***

Abends Mitgliedertreffen des MNN, des Musicalnetzwerks Nürnberg. Ausnahmsweise mal wenig Gerede, viel Konkretes.

Gefolgt von einem schönen Abendabschluss in kleinem Rahmen.

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