2021-04-20 Pink!

Rückblick

  • Die Folge gestern bei „Unsolved Mysteries“ war gruselig. Also, zum einen darf man nicht alles glauben, was da gezeigt wird, die Showmacher sind schon sehr … kreativ, was die Auswahl des Materials und der Informationen angeht. Aber wenn man es eher als Teaser betrachtet und dann über die Fälle nachliest, wow! Gestern ging es um eine kleine Stadt in Kansas und ich lernte den Begriff „Sundown town„. Guckt mal rein, gerne auch in den englischen Artikel. Und dann fiel mir auf, dass genau in der Gegend zwischen Wohnort und (vermutlich) Tatort das „kleine Städtchen Paola“ liegt, das in „Rock of Ages“ als Heimatstadt von Sherrie erwähnt wird. (Das im Übrigen gar nicht so klein ist.) Ich bin mal bei Google Maps auf die Straßenansicht gegangen und ein paar Orte „abgefahren“ und … wow. Ich habe keine Ahnung über bestimmte Kulturen. Und ich finde einiges in den Staaten sehr, sehr gruselig.

Ausblick

  • Die Tour für den Sonntag steht fest, ich habe ein bisschen Respekt davor, 25km mit 10kg Gepäck zu gehen. Beides per se nicht unmöglich, aber ich bin nicht wirklich im Training.
  • Und ich brauche dringend neue Wanderschuhe, die alten sind nicht mehr reparierbar.
  • Aber die Schuhläden haben geschlossen. Und ganz ehrlich, bei Wanderschuhen bin ich pienzig, die muss ich anprobieren.
  • Heute nachmittag kommt eine Dame vorbei und kümmert sich in einem ersten Schritt um die Beleuchtung unserer Wohnung, ich bin gespannt.

Heute

Same, same, the usual daily business.

Lockdown-Beobachtungen: Zum einen gewöhne ich mich an das „New Normal“. Ich kann mir inzwischen nicht mehr vorstellen, jeden Abend woanders zu sein (und das ist kein gutes Zeichen!) und ich will immer weniger vor die Tür (was erst recht kein gutes Zeichen ist). Zum anderen kann ich nicht mehr. Aber gut, das sage ich seit Wochen inzwischen. Eine Kollegin fragte heute, smalltalk-technisch korrekt, „ich hoffe, es geht dir gut“. Nein. Nein, ganz und gar nicht. Deswegen ignoriere ich die Fragen auch zunehmend.
Vor ein paar Tagen hat mein Chef das in meinen Augen einzig Richtige gefragt, als ich auf seine Nachfrage meinte es ginge mir nicht gut. „Aber es gibt nichts, dass ich tun kann um deine Lage zu verbessern, oder?“ Korrekt. Ich fand das ehrlich gesagt sehr befreiend. Ich bin ja noch nicht im tiefsten Jammertal, ich kann durchaus noch artikulieren, wenn ich Hilfe brauche, aber der Kreis der Kollegen kann nun mal nichts an der Pandemie ändern. Von daher, nein, es geht mir nicht gut, aber ich gebe schon Bescheid, wenn ich deshalb nicht mehr arbeiten kann.

König Mark(us) „Anton“ Söder hat sich geäußert. Hurra. Dann können wir uns ja jetzt wieder den wichtigen Sachen zuwenden?

Apropos, wenn ich noch jemanden rumheulen höre wegen der Kosten der Corona-Tests, dann platze ich vermutlich.

Habt ihr auch mitbekommen, dass die Änderung des Infektionsschutzgesetzes befristet sein soll bis Ende Juni 2021? Ich wäre ja gerne hoffnungsvoll, wäre dies vor drei Monaten vermutlich auch noch gewesen, aber glaubt die Bundesregierung, dass wir bis Ende Juni durch sind? Ich meine, der Monat Zeit, den wir jetzt seit der „Nicht-Osterruhe“ verdaddelt haben, der kostet uns doch locker ein halbes Jahr weiteren Wischiwaschishutdown. (Ich wäre ja froh, wenn ich Unrecht hätte!)


Ah, und die #Inzidenz165, nach der die Schulen jetzt geschlossen werden sollen (vermutlich wieder mit drölfzig Ausnahmen)? Wurden die gewürfelt? War es die Subtraktion von 200 (der neue heilige Gral) minus 35 (wir erinnern uns, das war so die Zahl, die wir brauchen, um Kontakte nachzuverfolgen)? Weder noch:

Bild

Ja, dann ist ja alles in Butter, würde ich sagen. Ich hab da irgendwie gar keine Worte mehr dafür.

Neuester heißer Scheiß in der Online-Welt übrigens: Pinky Gloves. Sehr salopp gesagt, rosane Einweghandschuhe mit Klebeverschluss am Handgelenk. Man kann also seine Tampons mittels Handschuh rausnehmen, selbigen drüberstülpen, alles zusammenrollen und zukleben und dann wegwerfen. Spart vielleicht übergründliches Händewaschen, sorgt halt für noch mehr Plastik. Mir wäre es nichts, deswegen habe ich es auch einfach laufen lassen – ich meine, wieviel Blödsinn gibt es bereits auf dem Markt?!

Inzwischen haben aber interessante Gruppierungen von (selbsternannten) Frauenrechtskämpfern und Feministen das Feld für sich entdeckt und es gibt Morddrohungen gegen die (männlichen! OMG!) Erfinder dieses Dingsbums.

Kinners, kommt mal runter. Das war zwei Tage lustig (warum haben die eine Förderung bekommen und die tollen Frauen (!) mit ihrer Periodenunterwäsche nicht?!), aber jetzt ist mal gut. Vielleicht war die Unterwäsche einfach nicht gut präsentiert oder nicht gut kalkuliert oder ja, meine Güte, vielleicht sitzen da wirklich böse, böse Männer in der Jury, die Monatsblutungen eklig finden und deshalb lieber Plastik-Schnell-Weg-Müll als nachhaltige Iiih-das-Blut-wird-rausgewaschen Klamotten unterstützen.

So what? Kauft und empfehlt doch einfach das, was ihr empfehlen würdet. Dann regelt sich das ziemlich schnell von alleine.

PS. Über Tipps für gute (!) Periodenunterwäsche wäre ich übrigens dankbar, die bisherigen waren sehr unbequem, so dass ich im Moment mit waschbaren Einlagen arbeite (sind aber auch nicht so das Gelbe vom Ei).

Ich korrigiere. Der neue heiße Scheiß ist der alte heiße Scheiß, denn #pinkygloves hört auf. Teils vermutlich wegen berechtigter Kritik, teils wegen Morddrohungen und Anfeindungen. Seriously? So weit sind wir inzwischen? Ich bin entsetzt.

Am 21.04. ist der „Administrative Professional Day“ bzw. in Deutschland der „Tag der Assistenz“ am 28.04. werde ich gerade informiert. Und dass man gerne seine Chefs drauf hinweisen darf. Ernsthaft? Ich weiß niocht, je älter ich werde, umso affiger finde ich dieses Getue um extra Tage. Entweder ich hab was gut gemacht oder nicht. Entweder man schätzt mich (als Mensch (Geburtstag), Frau (Frauentag) oder Assistenz (s.o.)) oder eben nicht. Warum man das ausgerechnet an einem Tag im Jahr machen soll, hat sich mir schon beim Frauentag nicht erschlossen. Aber auch hier wieder: Wenn’s schee macht …

Abendessen vom Poseidon, inklusive kleinem Schnack mit der Inhaberin (also der boah hat geredet, nicht ich). Lecker Rotwein dazu. Ist lange her, dass ich guten, schweren Rotwein getrunken habe.

Schluss für heute. Wenn noch was Aufsehen erregendes passiert, kann ich es ja morgen erzählen.

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