201-05-11 Tag eins nach der Impfung

Ganz am Anfang ein paar Links. Zum einen drei Corona-Apps:

C Infekt Info – für mich *die* App zum täglichen Überblick über Zahlen von RKI und WHO. Gut individualisierbar, übersichtliche Grafiken und Aufstellungen.

SafeVac – die App des Paul Ehrlich Instituts zur Erfassung von Nebenwirkungen. Geht nur mit echter Lot-Nr., deshalb bitte keine Impfausweise online posten, damit nicht irgendwelche Schwurbler die Daten verfälschen (gut, ein bisschen Schmu gibt es vermutlich immer, das hat mich die Pandemie gelehrt).

Darfichrein – ist keine App, sondern eine Webpage. Die Alternative zu Luca, die hier von den Städten und Gemeinden bevorzugt benutzt wird. Wenn wir denn mal wieder irgendwo rein dürfen. Aber da bin ich guter Dinge.

Dann kurzer Abriss des gestrigen großen Ereignisses (Hashtags, damit mehr Leute das finden: #astrazeneca #impfung #nebenwirkung #frauen #u60):

  • 14:25 Schnell raus aus dem Meeting. Der zuvor gemachte Coronatest ist negativ.
  • 14:40 Gerade im Bus, bin immer noch nervös.
  • 14:45 Die Praxis hat noch zu.
  • 15:00 Ich werde euphorisch. Gebraucht vor Ort wird der Impfausweis und die Krankenkassenkarte. Wir warten im Sprechzimmer.
  • 15:10 Ich werde nervös, ich hoffe, der richtige Arzt kommt zur Beratung. Ich hatte ja mit mir ausgemacht, dass es für mich auf das Gespräch mit meinem (!) Arzt ankommt. Ich habe in der Praxis einen Stammarzt, einen Jungarzt und den Partner, der mich zumindest auch mal gesehen hat. Eine mir nicht bekannte junge Frau Doktor kommt freudestrahlend herein „Hallo, mein Name ist XY, ich werde Sie heute impfen.“ Ich bin sichtlich verwirrt und frage nach dem Gespräch. Sage, dass ich unsicher bin und gedacht hätte ich könne mit meinem Arzt reden. Sie meint etwas verschnupft und eilig, normalerweise kämen die Leute direkt zur Impfung. Habe ich etwas falsch verstanden? Ich will ja keine Umstände machen! Frau Doktor huscht mit ihren Spritzen wieder raus, nachdem sie geschaut hat, bei wem ich normalerweise bin. Wir warten.
  • 15:30 Der Partnerdoc und die dienstälteste MFA kommen zügig. Ich stelle meine Fragen. Erhalte etwas raubeinige Antworten. Sinngemäß: es kann immer was passieren, wer sich impfen lassen kann, sollte es tun. Wichtig, sie haben bisher in ihrer Praxis 800 Leute geimpft ohne Schäden. Bei einer Impfung von ganz Nürnberg würde ein Schaden 2 Leute treffen. Der Doc muss die Fragen immer wieder beantworten, ist schon genervt. Ich zeige Verständnis, bitte aber auch um selbiges. Die Nadel ist drin, ich hab nichts gemerkt. Eine Viertel Stunde sollen wir noch vor Ort warten.
  • 15:50 Die MFA am Empfang stellt die Frage ob es uns gut geht. Ja. Wir dürfen gehen. Mein Kopf ist leicht dicht, kann aber auch Nervosität sein
  • 16:05 Wir sind auf dem Markt, Mittag holen. Zur Sicherheit „ohne scharf“ für mich und zum Abnehmen Falafel statt was anderem. Mein Arm brennt minimal, aber nicht ungewöhnlich.
  • 16:55 Bin im Bett. Es geht mir nicht schlecht, ich will nur den Kopf freikriegen. Das ganze Lesen über mögliche Komplikationen in den Tagen zuvor fordert seinen Tribut. Der Kopf ist okay, der Arm ist okay. Schon interessant, was man mit seinem Körper alles veranstalten kann. Einmal mehr bin ich der Meinung, meinem Körper Gutes tun zu wollen und ihn zu unterstützen. Unter anderem mit abnehmen.
  • 19:30 Ich habe fast zwei Stunden tief und fest geschlafen. Jetzt zwinge ich mich dazu, doch mal wieder in die Pötte zu kommen.
  • 21:45 Ein Videoschnitt steht auf dem Plan, alles ist in Ordnung, ich kann keine Veränderungen zum Vortag erkennen.
  • 22:40 Wir schauen „Voyager“. Es ist immer noch alles gut, bis auf ein leichtes Kribbeln im Hinterkopf. Könnte aber auch am Haargummi liegen.
  • 23:15 Ab ins Bett. Bin wach wie ein Hell und mir geht’s gut.
  • 00:10 Bin immer noch wach. Umzug ins Wohnzimmer
  • 03:55 Immer noch wach. Aber die Sonne geht bald auf, ich geh mal ins Bett.

Am Morgen geht’s mir gut, bin ein bisschen verschlafen, aber ansonsten alles in Ordnung. Habe in der Nacht schon „Wirkt die Impfung auch ohne Nebenwirkungen“ gegoogelt. Da stelle ich mich auf drei Wochen Fieber ein, und dann? Aber gut, sind wir mal froh, dass es offenbar bisher alles gut geht. Bin immer noch vorsichtig und skeptisch, und werde mich die nächsten zwanzig Tage genau im Blick haben. Dafür hilft übrigens auch die SafeVac App, die einen regelmäßig fragt, ob man Nebenwirkungen bei sich erkennt.

Im Resilienzworkshop geht es auch um Corona (na klar). Diese Grafik und Tipps der Unfallkasse NRW fand ich dabei sehr hilfreich:

Dann ein guter, effektiver Nachmittag, voll mit Arbeit und dem Erstellen von Grafiken und Präsentationen.

Kurz zum Einkaufen, dann heim, Abendessen, lesen, Voyager. Ruhiger Abend.

Der boah hat immer noch erhöhte Temperatur, mir geht es gut bis auf das Kribbeln von gestern.

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