Wochenende, 8./9. September

Passend zum Hochzeitstag sind der boah und ich nach Oberstdorf zum wandern gefahren. Soviel kann ich vorweg nehmen, es war vermutlich das letzte Mal. Viel zu sehr verkauft sich der Ort inzwischen an Touristen, es ist einfach nicht mehr schön. Das nächste Mal wollen wir uns Bad Hindelang ansehen.

Aber wir haben geschafft, was wir uns vorgenommen hatten, seit Jahren, und sind über den Gottesacker gelaufen.

War nicht so spektakulär wie angenommen. Durchaus witzig die erste halbe Stunde, danach sehr konzentrationsfordernd und anstrengend.

Am Sonntag entschieden wir uns auf dem Rückweg für einen Abstecher nach Augsburg, und zufälligerweise war Tag des offenen Denkmals und es gab freien Eintritt ins Römermuseum. Klein, aber durchaus empfehlenswert.

Freitag, 31. August – Freitag, 7. September

Büroalltag wie immer, im Musicalbereich viele offene Baustellen, nichts, worüber ich grad schreiben möchte.

Crown Tourney Organisation läuft.

Samstag: großes Gelage beim Griechen mit Freunden und viel Retsina.

Sonntag: Wandertag zum Grüner Felsenkeller, damit der auch mal besucht wird. Ohne Bier, nach dem Vorabend 😉.

Dienstag: Treffen mit Freunden im Burgerladen.

Mittwoch: Treffen mit Freundin zum vegetarischen Flammkuchen. Der boah und ich wollen diesen Monat vegetarisch unterwegs sein.

Donnerstag: viel Wein daheim. Zuviel Mist der mich gerade tierisch aufregt, siehe oben.

Fingernägel sind erstaunlich lang für meine Verhältnisse, bin stolz auf mich. Abnahme läuft Dank Intervallfasten auch erstaunlich gut.

Ach ja, und dann habe ich mich noch beschimpfen lassen. Nun ja.

So bastelt sich halt jeder seine Welt aufgrund seiner Erfahrungen. Schade, wenn andere, ergänzende Sichtweisen dann nicht mehr akzeptiert werden.

Donnerstag, 23. August

Zuviele Menschen. Zuviele Touristen.

Das Frühstück war nach der Enttäuschung des Abendessens zuvor dann doch erstaunlich gut.

Oben am Berg. Zuviele Menschen.

Museum? Keine Lust. Irgendwie war die Luft raus. Und, wie gesagt, zuviele Menschen.

Also ab in den Zug nach Barcelona.

Das Ibis empfängt uns mit bekannter und vertrauter Umgebung. Ibis-Hotels sind überall gleich, wie erholsam!

Schlafen. Schauen. Shoppen.

Im „Sydney-Bcn“ gab es Schnitzel, Salat, Pommes, Bier.

Und bei einem sehr sehr leckeren Sangria de Cava, (oder zwei oder drei) Gespräche über ein neues Musical.

Erstaunlich, wie schnell die Stadt einen ergreift.

Es bleibt die Sehnsucht nach den Bergen.

Mittwoch, 22. August

Der letzte Wandertag! Eigentlich dachten wir, wir würden ganz entspannt nach Montserrat bzw Monistrol laufen, aber es erwies sich dann doch als elende Plage. Die Strecke war gewöhnungsbedürftig, viel länger als erwartet, es war wieder einmal viel zu heiß. Wir waren zudem auch sehr durch.

Die letzten Kilometer bergauf haben wir mit der Zahnradbahn abgekürzt.

Das Kloster und das Gelände von Montserrat sind sehr hübsch, aber Servicedesign haben sie da oben nicht erfunden.

Und es sind viel zu viele Menschen da.

Zu allem Überfluss war das Essen dann auch noch sehr ungenügend und die „Bar“ ungemütlich und es gab keine Ausweichmöglichkeiten, wir waren ja oben auf dem Berg.

Nee, muß ich nicht nochmal haben. Schade.

Dienstag, 21. August

Es war viel, viel zu heiß. Den ganzen Tag waren wir auf breiten Wegen unterwegs, an sich ja nicht schlecht, aber auf Dauer etwas eintönig. Ich sage mal so, zur Persönlichkeitsbildung hat das Ganze sicher beigetragen. Zu sehen, wie man mit zuwenig Wasser auskommt, ohne Quellen unterwegs. Zwischendurch klaglos zu akzeptieren, dass der boah den Rucksack übernimmt, weil man weiß, dass man sonst nicht heil durchkommt. Immer noch einen Schritt weitergehen – denn es gibt keine Alternative.

Angekommen sind wir in Casa Joana bei Rellinars, ein absolutes Juwel!

Montag, 20. August

Einer der schwierigsten Tage, begonnen mit 700 Höhenmeter Kraxelei zum Coll d’Eres, dann weiter zu La Mola, bekannter Berg mit Kloster. Hätten wir das GPS nicht gehabt, hätten wir uns locker verlaufen.

La Mola war dann übrigens geschlossen und nur meinem verzweifelten, netten Lächeln ist es zu verdanken gewesen dass wir zumindest noch einen halben Liter Wasser kaufen „durften“ für den Rückweg.

Ab Coll d’Estenalles gönnten wir uns ein Taxi für die Weiterfahrt. War auch gut so.

Untergebracht waren wir in Mura, im Cal Carter, und endlich, endlich konnten wir ganz normal a la carte essen! Mit anderen. Im Restaurant.

Lecker Wein: Exibis

Lecker Digestif: Ratafia

Sonntag, 19. August

Heute gab es nur einen vergleichsweise kurzen Weg, war auch mal ganz schön zur Entspannung. Viele Kräuter wachsen hier am Wegrand, Rosmarin vor allem, aber auch Thymian und Wacholder. Es riecht alles sehr lecker unterwegs.

Zum Mittag erreichten wir das Castell Gallifa, es hat sich gelohnt!

Selten war ich froher über einen Brunnen / eine Quelle.

Die Kirche war ein bisschen sehr seltsam, dafür dass es eine katholische Kirche sein sollte, aber nun gut.

Auf der Picknickbank legten wir erstmal eine halbstündige Schlafpause ein, bevor es zum Ziel weiterging.