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Zeitschriften aufräumen   2 comments

Mit ist am Wochenende (wieder mal) aufgefallen, wie sich mein Leben so vor sich hin ändert. Dieses Mal beim Thema „abonnierte Zeitschriften“.

Die Brigittte bringt lauter Dinge, die mich immer seltener interessieren und auch die Modestrecken sind, seit es „Ohne Models“ nicht mehr gibt, einfach nur „Modefotografie“ der schlechtesten Art, sprich: Man erkennt nichts von den Klamotten und wenn, dann sind die Damen eh alle größer undd schlanker als ich, die Sachen sehen also an der Figur völlig anders aus als an mir. Weg damit.

Die „Damals“ habe ich seit Jahren im Abo, lese sie aber kaum noch. Also auch raus damit.

Statt dessen? Geo Magazin? National Geographic? Mal ein wenig Erdkunde? Soll ja nicht schlecht sein, so bildungstechnisch. Und dann die große Frage: NG auf englisch oder deutsch? Worauf der beste Mann von allen sagte (und Recht hat er):

„Wenn du denkst, du kannst eine Blake’s 7 Folge auf englisch schreiben, kannst du auch „National Geographic“ auf englisch lesen.“

Veröffentlicht 23. September 2013 von Frau Vau in Alltag, Blake's 7

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#609060 – die Diskussion geht weiter   Leave a comment

Unglaublich, welche Wellen die Aktion wirft. *innerliches Kopfschütteln*

Jawl beschreibt meine Gefühlswelt gerade ganz gut.

Und himmelblau auch.

Vielleicht würden ein wenig weniger Schubladen uns gut tun?

Veröffentlicht 3. September 2012 von Frau Vau in Alltag

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#609060 – Kritikfähigkeit   3 comments

Hallo nochmal,

ich muß schon wieder mit dem obigen Thema nerven. Und eigentlich hat Anne es schon wieder länger und schöner ausgedrückt, als ich es konnte. Nichtsdestotrotz.

Die Aktion habe ich in meinem RSS-Reader gesehen und gedacht: gar  nicht so schlecht, die Idee. Warum nicht? Vor einiger Zeit ist die Brigitte angetreten mit ihrer „Ohne Models“ Aktion und auch das fand ich schon super. Bis ich nach 6 Monaten zwar oft interessantere Gesichter in den Modestrecken sah, aber immer noch die gleichen gleichförmigen Körper. Es war ja schon ein Lichtblick, mal jemand Tätowiertes zu sehen (nicht, dass ich das schön fänd) oder jemand mit Kleidergröße  – oh Gott! – 42 oder mehr. Diese dann aber bevorzugt in Unterwäschebilderstrecken oder Make-Up Anleitungen. Schlimmer sind nur noch die Bildunterschriften: „Nadine ist Malerin in Kapstadt, Hannelore ist Studentin in Madrid“. Ganz super.

Ich will das nicht. Was ich mir erhofft hatte von der „Ohne Models“ Aktion waren: Anja, die 24jährige Finanzsachbearbeiterin aus Bottrop mit Kleidergröße 38 zweidrittel (oben 36, unten 42) in Büroklamotten. Ramona, die 43jährige Hartz IV-Empfängerin und ehemalige Quelle Mitarbeiterin, Größe 56, 165 groß,  in Alltagskleidung und in Kleidung für die nächste Bewerbung. Petra, die androgyne 1,80 Frau in Kleidung für den Opernball. Ich will sehen, wie man seinen Stil findet, wie man aus der aktuellen Mode das raussucht, was zu einem passt und wie man es kombiniert.

Also, liebe Leser da draußen, die meinen, „dünne Frauen machen Modenschau und definieren sich als Normkörper“. Ich bin so wie ich bin. Wenn ihr meint, ich wäre dünn und würde mich als Normkörper definieren, dann ist das einfach mal a) eine Sichtweise eurerseits und b) eine Unterstellung. 

Ich wäre froh, wenn wir mehr Leute hätten, die mitmachen würden, die sich als „Normkörper“ definieren. Ich bin froh über jeden Randgebietler der Glockenkurve, der mitmacht. Aber solange sich noch nicht mehr Leute trauen, mache ich eben mit. Einer muß ja anfangen.

Wenn wir am Ende schaffen, dass sich das Selbstbild, das Bild von „Norm“ etwas relativiert (und dass vielleicht Brigitte wieder mal auf den Teppich kommt und machbare Mode zeigt), sind wir etwas weiter. Zumindest in meiner kleinen Welt.

Ich kann nichts für eure Selbstzweifel, ich hab genug eigene.

Um Anne zu zitieren „An der kritisierten mangelnden Vielfalt können nur die Leute etwas tun, die bisher noch nicht mitgemacht haben. Ich kann verstehen, dass man mehr Hemmungen hat, sich öffentlich zu präsentieren, wenn man seinem Körper eher negativ gegenüber steht, aber daran kann ich nichts ändern. Die Entscheidung, mitzumachen (oder eben nicht) kann ich niemandem abnehmen.“

Veröffentlicht 31. August 2012 von Frau Vau in Alltag

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