Rückschau: Uferpalast: Spiel mir das Lied vom Tod

Der Uferpalast: Ein kleines Kino (ca. 50 Plätze, plüschig) inmitten des Kulturforums Fürth mit ehrenamtlichen Mitarbeitern und Preisen zwischen 3 und sieben Euro. Wir waren insgesamt drei Zuschauer, die zwei Kinomitarbeiter nicht mitgezählt. Super schnuckelig, da gehe ich gerne wieder hin.

Der Film: Nicht so schön wie „Zwei glorreiche Halunken“, aber ein großes, weitgehend detailgetreues Panorama der damaligen Zeit.  Muß man nicht unbedingt gesehen haben, Charles Bronson ist eben nicht Clint Eastwood.

Rückschau: Tongestalt: West-Östlicher Divan von Goethe

Das Tassilo-Theater ist klein, fast wie ein Wohnzimmer, und dadurch sehr geeignet für das Programm von Tongestalt. Tongestalt besteht aus drei gestandenen Musikern und ihr Programm macht Lust auf mehr. Auf jeden Fall möchte ich demnächst mal wieder meinen Goethe-Band hervorkramen und ein wenig von ihm lesen.

Die Anmoderation wirkt zunächst etwas künstlich, je weiter der Abend fortschreitet umso entspannter wird die Gruppe allerdings. Der Schlagwerker Frank Wendeberg  ist ein Zauberer an seinen Instrumenten, zusammen mit Sängerin Gitti und Ehemann Andreas Rüsing sowie tausendundeinem Instrument (naja, nicht ganz so viele) singen und musizieren die Drei, dass es Freude macht, ihnen zuzuhören. Nicht nur wegen der ungewohnten Klänge, nicht nur wegen der teils schrägen Texte, nicht nur wegen der sehr sauberen Aussprache von Gitti, sondern vor allem weil man merkt: Hier steckt Herzblut drin. Dass die  Musik zudem perfekt ist und mitreisst, teilweise sogar in ganz andere Welten entführt,  ist sozusagen ein Extra-Schmankerl.

Wermutstropfen: Die Tonaussteuerung, die manche Texte von Andreas unhörbar machte sowie der Preis von 6 Euro für eine Flasche Piccolo-Sekt im Tassilo-Theater. Vielleicht doch lieber Tee trinken …

Quintessenz: Meine Empfehlung. Hört es euch an, ihr werdet kaum enttäuscht sein.

Vorschau: Tongestalt: West-Östlicher Divan von Goethe

Zeit: 23.01.2009, 20:00 Uhr im Tassilo-Theater (Sielstr. 5) in Nürnberg.

Grund: Weil Barbara gesagt hat, Gitti bräuchte noch Zuhörer. Und weil ich mit Barbara und Gitti schon tanzen war.

Vorgeschmack: „Orientalisches Flair und ein anspruchsvolles musikalisch-literarisches Programm“ laut Fürther Nachrichten vom Oktober 2008.

Mehr unter: http://www.ton-gestalt.de/