Pullum frontonianum

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In einen Bräter:
200 ml Rotwein, 1 EL Salz, 100 ml Öl, 3 EL Muskatnuss, 3  EL Bohnenkraut, eine gute Menge Dill (3 EL lt Rezept), eine gute Menge frischer Koriander (3 EL lt Rezept, wobei nicht klar ist, ob Samen oder Blätter gemeint waren).

Ist unterm Strich auch fast egal, ob Samen oder Blätter – Hauptsache, viel. Man kann davon ausgehen, dass die originale Idee war: Koche Huhn in Liquamen mit allen Gewürzen, die du zur Hand hast.

3 Lauchzwiebeln dazu. 3 Hühnerbrustfilets dazu. Alles in den Ofen bei 200° für eine knappe Stunde. Ab & an mal den Sud übers Huhn kippen.

Dinkel dazu. (Gibt es inzwischen beim Rewe „Dinkel wie Reis“, ist narrensicher.)

Das war das Rezept, das ich genommen habe.

Hier ist eine leichte Abwandlung.

Busy days

Das war eine sehr volle Woche bisher. Freitag – Sonntag: Arts in April. Muß ich später mehr dazu schreiben.

Sonntag: nach der Übergabe der Site ging es direkt zur Musicalprobe und danach ins Bett. Man, war ich platt.

Montag: wollte ich ins Büro, aber zum einen lag der boah daheim und zum anderen wollte ich nicht riskieren, angeschlagen ins Büro zu gehen und dann Dienstag flach zu liegen. Immerhin die Tischdecken, die wir für das Event gemietet haben, konnte ich noch zurück bringen, dank A’s Hilfe. 😘 Bin gespannt auf die Abrechnung. Überhaupt, Abrechnung. Ich blöde Nuss habe es geschafft, mich zu verkalkulieren. Zu unseren Ungunsten. Ausgerechnet ich, die den Site Fee Calculator erfunden hat. Ich bin nicht gerne blöd. Passiert mir nicht nochmal. 😑

Dienstag Büro, wie immer. Bisschen Sachen aufarbeiten. Dann am Moodboard für „Rock of Ages“ arbeiten, dem nächsten Musical, in dem ich mitwirke. Abends Probe fürs nächste Hörspiel. Danach Jam im Irish Pub mit ein paar SCAdians. (Es ist übrigens eine schlechte Idee, im Pub laut „Ruhe“ zu brüllen, wenn die Harfenistin was singen will. Zumindest im überfüllten Pub.)

Habe ich inzwischen die Sachen vom Wochenende ausgepackt? Natürlich nicht.

Denn am Mittwoch ging es in aller Frühe los in Richtung Würzburg zum Wandertag.

Gegessen haben wir abends „Zum Alten Bahnhof“ in Kirchheim – für Nicht-Autofahrer am Arsch der Welt, aber sehr zu empfehlen! Da muß ich nochmal hin.

Heute gab es dann, neben der Arbeit, einen Chat über das offenbar gute Konzept von Arts in April, die Vorbereitung der Abrechnung für besagtes Event, eine Schulung für die Wahlhelfer bei der Europawahl und eine Chorprobe am Abend.

„How are you doing?“
„Running on adrenaline.“
„Welcome to my world!“

Und sonst? Arbeite ich mit Freunden gerade an einem SCA-Stammbaum des Hauses Blackleaf (auch dazu später mehr),mit anderen Freunden am Schnitt der letzten Hörspiele (ich muss besser kommunizieren und finanziell planen) und planen der boah und ich unseren Sommerurlaub. Wahrhaft geschäftige Tage also.

Und irgendwann pack ich bestimmt den Kram vom Event aus.

Osterdienstag, 3. April

Heute hauptsächlich mit Links.

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A Lamb to Guide the Lion – eine Blake’s 7 Fanfiction, die ich immer noch lesen will.

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Ancient Hairstyle Recreation – Info von Janet Stephens über römische Frisuren

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Die römische Frau – eine kurze Übersicht auf deutsch

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Schnittmuster für mittelalterliche Kleidung (Herjolfnes/Grönland) – 34 € bzw. 23 €, das eBook gibt es kostenlos dazu

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Viele, viele andere Links für „Wikinger“-Kleidung: http://www.utlandstorm.org/JOMS_Kit_Resources.pdf

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Mehr Wikinger Infos

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A comparative study of extant garments in North-Western Europe – 14th Century Garments

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Gewandung über die Jahrhunderte, mit jeder Menge Links. Und Bildern.

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Was ich studieren könnte, wenn ich studieren würde: https://deutsche-pop.com/de/music-management

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https://www.canva.com/ – mein Tipp für Grafiken für soziale Medien (Facebook, Instagram, Poster, Präsentationen …)

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Die Pocket Opera, bzw. den Motettenchor Nürnberg will ich mir immer noch mal ansehen

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Tja, und das Metropoltheater, das ich mir auch mal anschauen wollte, scheint es nicht mehr zu geben.

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Ansonsten war es ein ruhiger Tag, am Abend haben wir uns an Folge drei und vier von Twin Peaks, 25YL gemacht. Es ist sehr Lynch. Man kann es mögen, mir gefällt es besser als Eraserhead, aber so ein bisschen Handlung wäre auch schön.

going roman – ein Versuch für Make-Up und Frisur

Kurz als Einleitung: Am nächsten Wochenende ist SCA Kingdom University in Delft, ich bin da und Richart will ein Foto von mir machen. Da Richart gute Bilder macht und viele Leute in der SCA bereits tolle Gewandung von circa 1520 haben (meine derzeit „andere“ Zeit in der SCA), habe ich mich entschlossen, mal wieder meine Lieblingsepoche auszugraben, römisches Reich. Das ist nicht ganz mittelalterlich, obwohl die SCA die Zeitgrenze nach unten inzwischen meines Erachtens aufgehoben hat, aber einfach eine so unglaublich facettenreiche Epoche, dass man da eh nie fertig wird mit dem Recherchieren. Schon gar nicht über römische Frauen. Da geht es ja schon los damit, in welcher Zeit genau man sich bewegt. Für mich kristallisiert sich langsam 2. – 4. Jahrhundert nach Christus heraus. Das sind immer noch 200 Jahre, ich weiß. Das Ding ist: Ich hätte mich gerne auf das 4. Jh. konzentriert, einfach, um dicht am Mittelalter / der SCA Grenze zu bleiben, allerdings ist gerade die Zeit in meinen Augen hochgradig schwierig, da es überall schon Vermischungen und Übergänge in die Völkerwanderungszeit gab und es schwierig ist, „generisch römisches“ zu finden. Schwieriger als fürs 2. Jahrhundert jedenfalls. Wie immer muss sehr nach Region, Stand, Quellenlage etc. unterschieden werden. Ein weites Feld.

Hier aber nun mein Versuch für eine Frisur (2. Jh. „Turm“ Frisur nach Janet Stephens) und Make-Up.

Frisurenbeispiele:

Statue Vibia Sabina , ca. 86 -136 (https://de.wikipedia.org/wiki/Vibia_Sabina)

Statue Roman Lady, ca. 130 – 140

Statue aus der Hadrian-Zeit (ca. 140)

15:35 Uhr. Es geht gut gelaunt los.
Anmerkung: Frisch gewaschene Haare sind ungünstig, lasst sie lieber einen Tag oder zwei einfetten.

15:40 Uhr. Die Haare wurden zu einem hohen Pferdeschwanz gebunden.

16:05 Uhr. Die Haare wurden in sechs Stränge unterteilt und jeweils geflochten. Man hätte die Enden damals vernäht (das übrigens geht super), aber ich habe der Einfachheit halber Haargummis genommen.

16:05 Uhr (immer noch). Ich bin ziemlich kaputt. Flechten über Kopf ist anstrengend. Und vorne lösen sich schon wieder die ersten Haare. Argsl.

16:15 Uhr. Jeweils drei Stränge werden zusammengenäht (Stopfnadel & Faden), so dass sie eine Wand bilden.

16:20 Uhr. Dann das Ganze nach vorne legen und vorne wieder zusammen befestigen (Haargummi bzw. nähen im Original). Danach den „Turm“ (naja, in meinem Fall eher ein Türmchen … eine Balustrade sozusagen) am Haupthaar festnähen.

16:25 Uhr. Zu guter Letzt alles gefällig anordnen (so gut dass am eigenen Hinterkopf geht) und in diesem Fall mit Haarspray (ich hatte einfach sowas von keine Lust mehr) oder zum Beispiel Haaröl glätten und „schick“ herrichten.

Teil eins ist hiermit nach 50 Minuten erledigt.

Teil zwei ist eine freie Interpretation meines Wissens über römisches Makeup (künstliches Aussehen, helle Haut, Mineralstoffe, Lippenstift ja/nein, Kohl, betonte Augenbrauen).

16:25 Uhr. Yours truly mit einer Menge Feuchtigkeitscreme. Cremes gabs damals schon in Hülle und Fülle, eine davon hab ich sogar mal nachgemacht.

16:30 Uhr. Normalerweise hätte ich jetzt Galenos Creme aufgetragen und mit einem Pinsel zerriebene Tafelkreide auf dem Gesicht verteilt (geht super, schon getestet; Kreide wurde damals auch schon benutzt). Aber ich bin ein Fan von schnellen Lösungen und so wurde es Kryolan 1W, eine Theaterschminke, die zwei Töne heller ist als meine Haut üblicherweise ist.

16:40 Uhr. (Inzwischen habe ich einen Kohlstift und hellen Kajal gekauft – verarbeitet sich einfach besser). So wurde es an diesem Nachmittag aber mit Bordmitteln (beides Eyeliner) erstmal das obige Ergebnis.

16:45 Uhr. Kommen wir zum lustigen Teil – dem Spiel mit der Farbpalette! Sicher ist, dass Blau- und Grüntöne (gemahlener Azurit bzw. Malachit) verwendet wurden für Lidschatten. Ich meine auch, etwas über andere Farben gelesen zu haben, aber bevor ich hier Müll schreibe, recherchiere ich das lieber nochmal.

16:50 Uhr. Lippen färben ja oder nein? Die Geister scheiden sich. Manche sagen, ja, es wurde gefärbt mit einer ockerhaltigen Creme, manche verneinen, dass  die Römer sich je die Lippen gefärbt haben. Also habe ich einen Mittelweg genommen und meine Lippenfarbe einfach etwas mehr betont. Die gleiche Creme habe ich übrigens auch auf den Wangen als Rouge. Man mag da ja unterschiedlicher Meinung sein über das „künstliche“ Ideal der Römerzeit, ich persönlich bevorzuge das etwas übertriebene Aussehen, nicht allzu natürlich. Nach dem Motto „Ich bin reich genug um mich schminken zu können, also mache ich das auch.“

16:55 Uhr. Nach einer halben Stunde schminken ist dies das Endergebnis. Ungefiltert, auf die Schnelle, einfach zum Testen. Ich dachte, ich lasse euch an dieser Versuchsreihe teilhaben, hoffe, es hat euch gefallen und freue mich über eure Kommentare!

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Update:

Und so sah es final aus:

Herzlichen Dank an Barbara für die Frisur, die ich ohne ihre Hilfe nie so perfekt hinbekommen hätte und an evajohannastudios für den Schmuck!

Beifang, römisch

 

Über römische Schönheitsideale http://www.beautycheck.de/cmsms/index.php/antike:

Zusammenfassung:

Schönheitsideal für Frauen der Antike: anmutig und schlank mit einer Haut, „weißer als Elfenbein“ (Homer) (Statussymbol)

Wer schön sein will, muss Jugend ausstrahlen. Zeichen des Alters und des Verfalls werden mit den verschiedensten Kosmetika, mit Cremes, Haarfärbemitteln, Perücken und anderem überdeckt. Das weibliche Schönheitsideal im alten Rom ist künstlich und hat nichts mit griechischer Natürlichkeit zu tun.

Eine Salbe nach Ovid: Gersten- und Weizenmehl, Eier, gemahlene Hülsenfrüchten und Hirschgeweihe, Harze, Narzissenzwiebeln, Honig und Gummi vermischen. Am gebräuchlichsten war aber Bleiweiß (ist stark toxisch und führt zu schweren Hautschädigungen) mit Honig und verschiedenen fetten Substanzen vermischt, es verleiht der Haut den begehrten hellen Teint. Diese helle Grund-Paste wird dann mit verschiedenen Farben variiert:

– Lippenstift und Rouge: Creme & roter Ocker, Salpeter oder Purpur
– glänzende Haut: zerkleinertes, blaugraues Hämatit (Eisenerz) auf das Gesicht gestreut
– Wimpern und Brauen: mit Ruß die Kontur betonen
– Augenlider: grün (z.B. Malachitpulver) oder blau
– Nagellack: Rottöne.

– Bäder: mit Parfüms aus Lilien, Narzissen, Rosen, Iris, Kardamom oder Moschus

gegen Falten: Behandlung mit Eselsmilch
gegen Pickel: Butter und Blei mischen und die Mischung auftragen

Körperbehaarung gilt bei Frauen und Männern als unästhetisch! Die Entfernung erfolgt mit Bronzemessern und Pinzetten. Oder mit Bienenwachs (Waxing) oder arsenhaltigen (hochgiftigen) Enthaarungscremes.

Ohrlöcher kritisierte schon Plinius der Ältere (23-79 n.Chr.): „Außerdem führte man die Sitte ein, die Ohren zu durchstechen: Es genügt offensichtlich noch nicht, Perlen um den Hals, im Haar und an den Händen zu tragen, sie müssen auch in den Körper gesteckt werden.“

Die Kleidung verhüllt und kaschiert durch lange Stoffe und Faltenwurf die Figur.
Kleidung von innen nach außen:
– Strophium (ein weiches Lederband um die Brüste, das selbige hebt -> jugendliches Aussehen)
– ärmellose Untertunika
– Tunika oder eine (länger geschnittene) Stola
– Palla (großer rechteckiger Wollstoff, der über die Schultern gewickelt und oft auch über den Kopf gezogen wird)
beim Baden und beim Sport: fascia pectoralis (eine Art BH) und subligar (Slip)

Die Frisurmode ändert sich mit der Zeit und hängt auch vom Alter und sozialen Status der Frau ab. Eines jedoch gilt immer: Eine Frau muss unbedingt lange Haare haben. Benutzt werden Kämme, Haarnadeln, Pflegemittel, Bänder, Netze, Perücken und Haarteile. Ebenso färben und bleichen die Römerinnen ihre Haare. Besonders beliebt ist kupferblonde Haarfarbe – wie sie die Germaninnen haben.

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Kleidung im römischen Reich, die einzelnen Lagen sind hier farblich unterschieden: https://get.google.com/albumarchive/112323533785461667340/album/AF1QipM_rEFzzz9qzjuInNzN51q8LMYfVRakOlAM7mVN

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Eine Übersicht über römische Frauen-Vornamen und deren Bedeutung: http://www.20000-names.com/female_latin_names.htm

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Wie man (einfach!) eine römische Sicherheitsnadel (Fibel) herstellt: http://www.instructables.com/id/Make-a-Roman-Fibula-Brooch-Without-a-Torch/

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Eine nicht unumstrittene These darüber, dass Römer einen Schwamm an einem längeren Stock als Toiletten“papier“ benutzt haben: http://flavias.blogspot.de/2008/10/so-whats-with-sponge-stick.html

Interessant sind hier auch die Kommentare dazu, zum Beispiel, wie man das Ding sauber und desinfiziert bekommt (mit Essig, Salzwasser oder Wein)  und darüber, was es für die Bibelstelle bedeutet, in der Jesus am Kreuz Essig aus einem Schwamm von einem der römischen Soldaten angeboten wird.

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Noch ein schöner Überblick darüber, wie spätrömische Frauen gekleidet waren: http://www.comitatus.net/gallerydresscivlady.html

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Eine Karte mit römischen Straßen in England/Großbritannien: http://sashat.me/2017/07/23/roman-roads-of-britain/

Und mit modernen Städten daneben: klick

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Und jede Menge Links zum Einkaufen und Stöbern: https://www.gentes-danubii.at/links/

Die Pitney Fibel oder: was ein Paar Schuhe ausrichten

Es begab sich aber zu der  Zeit, dass die Sommerkrönung der SCA in Drachenwald (Europa) stattfand und das Gepäck einer Dame, die dies Event besuchte, leider nie in Nürnberg ankam. (Um es vorwegzunehmen, das Gepäck ist inzwischen wieder aufgetaucht und wohlbehalten bei ihr daheim). Dies führte dazu, dass sie während des Mittelalterevents keine Gewandung hatte, welches zwar ärgerlich und lästig war, denn für eine Krönung zieht man sich immer nochmal extra schick an, aber gelöst wurde durch das Ausleihen von Sachen anderer Teilnehmer.

Am Sonntag allerdings stand ein minimal größeres Problem im Raum, nämlich: Woher bekommt sie Schuhe? Ihre Ballerinas waren zugegebenermaßen nicht wirklich für längere Touren geeignet. Also fragte ich sie, welche Schuhgröße sie hätte, und sagte auf ihre Antwort „37/38“ ein kleines Gebet zum Herrgott, der mir wohl damit ein Zeichen gab. Ich trage nämlich besagte Größe und die einzigen Schuhe, die ich noch dabei hatte außer denen an meinen Füßen waren die meiner Gewandung.

Wir erinnern uns: Im Sommer schaute ich, in Ergänzung zu meiner römischen Darstellung, wieder einmal nach „calcei„, denn nach meinem letzten Wissensstand trugen die sogenannten „Mittelalter-/Wikinger-Schuhe„, also die Dinger, die man auf jedem Markt zu kaufen bekommt, wenn überhaupt dann nur arme Leute im römischen Reich.

Und siehe da, in der örtlichen Galeria Kaufhof stand ein Paar Halbschuhe, die perfekt aussahen. Stabile Sohle, rotes Leder, symetrische Lederschlaufen (man mußte nur das asymetrische Gummigeschnubbsel entfernen) … genau so, wie es in den Museen in der Vitrine zu sehen ist (ja, gut, mit moderner Sohle halt, das war mir aber nur Recht). 

Waren allerdings von Josef Seibel (renommierte Marke mit qualitativ hochwertigen Schuhen) und kosteten knapp hundert Euro. (Oh, ich sehe gerade beim Link einfügen, es gibt sie auch in grün! Wie genial!)

Lange Rede, kurzer Sinn. Die Schuhe wurden damals gekauft und nun an die schwedische Fußbekleidungslose verliehen mit der Bitte, sie bitte möglichst per Track&Trace und versichert zurückzuschicken, da sie mir doch lieb und teuer sind.

Gestern kamen sie wieder bei mir an, zusammen mit einer lieben Karte und einer Brosche, die mich nunmehr dazu „zwingt“, mal über eine Frühmittelalterdarstellung nachzudenken. Ich meine, ich kann ja nicht ein neues Schmuckstück haben und keine passende Gewandung dazu, oder? 🙂

Alle folgenden Infos via: PeraPeris, die ich im Übrigen von Herzen empfehlen möchte, denn die beiden römischen Fibeln, die ich kurz vorm Event von ihnen kaufte, sind ebenfalls fabelhaft.

Die Pitney-Brosche (Pitney brooch) datiert um die Zeit von 1050 bis 1100 und gehört damit der ausgehenden Wikinger-Zeit an. Der Originalfund befindet sich heute im British Museum in London.

Die Pitney-Brosche zeigt zwei kämpfende Schlangen im sogenannten Urnesstil, der typisch für die späte Wikinger-Zeit war. Dieses Motiv symbolisiert vermutlich den immerwährenden Kampf zwischen den Kräften, also das ewige Ringen von Gut und Böse in der Welt, wie es in der Wikinger-Zeit häufig thematisiert wurde. Die angelsächsische Brosche der späten Wikinger-Zeit ist die Verbindung zweier Kunststile: Das Motiv der Schlange auf der Pitney-Brosche ist eindeutig der Wikinger-Kunst zuzuordnen, Muschelrand und geperlte Schlangenlinie hingegen sind angelsächsiche Charakteristika.

Wie andere Wikinger-Fibeln wurde auch die Pitney-Brosche mittig in Brusthöhe am Frauengewand getragen oder zum Schließen leichter Umhänge verwendet. 

Die Pitney Brosche gehört stilistisch dem Urnes-Stil an, dem letzten der sieben großen Kunststile der Wikinger-Zeit und datiert in die Mitte des 11. Jh.  Den Namen verdankt diese Kunstrichtung der berühmten Stabkirche von Urnes im südlichen Norwegen, an der sich herrliche Schnitzereien in diesem markanten Tierstil bis heute hervorragend erhalten haben. Im Urnesstil findet man im gesamten nördlichen Raum eine Vielzahl von Schmuckstücken, insbesondere durchbrochene Fibeln und Broschen mit wunderbar verschlungenen Leibern, im archäologischen Fundmaterial.

Wrap Up

Viel ist geschehen und wenig geschrieben worden. In fact, I’m writing this in the bathtub – brave new world!

Ja, also, Kurzzusammenfassung:
– ich haenge hinterher mit meinen Blakes 7 Berichten, aber!
– das liegt daran, dass ich bis heute Frist hatte, einen Text für ein Buch zum Thema Blakes 7 abzuliefern und dies auch brav getan habe. Guckst du: http://youandwho.weebly.com/submissions-guidelines.html
– dann habe ich ausnahmsweise mal richtig was zu tun auf der Arbeit, das macht sich ja auch nicht alleine …

Ausserdem will ich noch
– ein Kostüm nähen für die BritSciFi 4, die ich im März besuche …
– ein wenig was im Haushalt machen, sonst wird mein Mann stinkig
– ihm was zum Geburtstag basteln
– ein SCA Event organisieren
– Exchequer Berichte einsammeln, damit bin ich viel zu spät dran
– ab und an zu Betriebsratssitzungen gehen, denn ich stehe auf der Wahlliste der IG Metall …

… aber das Wichtigste und Allertollste ist!
(tusch!)

Ich werde Patentante! Ich bin sowas von aufgeregt und gerührt und emotional und wasweißich, ihr glaubt es gar nicht. Bitte stellt euch ein breites Grinsen an dieser Stelle vor.

Soweit die Kurzfassung. Demnächst mehr in diesem Theater, mit Lob, Infos und neuen Kritiken. 🙂