Vegan for Fit

Nachdem ich Gutes über das Buch“ Vegan for fit“ gelesen habe, dann noch mehr Gutes und schließlich, wie toll einfach die Rezepte wären, dachte ich mir: „Ach was soll’s, im Bücherschrank ist bestimmt noch Platz“.
Buch ist gestern angekommen, schön bebildert, seltsam strukturiert, in den Textpassagen überhaupt nicht mein Geschmack, mörderschwer. Um es vorweg zu nehmen, ich kann Herrn H. und seinem „ey, sei der coole Vegan-Gangsta“ Gehabe sowie den ganzen Leuten mit Six- und Eightpack nix abgewinnen. Also die Seiten schnell überflogen und zu den Basics.
Würde mich ja wundern, wenn man sich wirklich 30 Tage nur von den Rezepten im Buch ernähren soll, so oft bin ich gar nicht daheim, um zu kochen. Das muss ich allerdings gleich vorab sagen: die Rezepte klingen durch die Bank lecker und sehr leicht nachkochbar, grosses Plus!
Werde also als Erstes die entsprechenden Rezepte scannen und an meinen Kindle senden, damit ich nicht immer den Wälzer mit zum Einkaufen nehmen muss.
Ach ja, die Grundregeln. Also, wie ich das für mich übersetze:
– regional, frisch und bio wenn moeglich
– kein Zucker, kein Weissmehl
– ab 16:00 keine Kohlehydrate
– ab 19:00 nix mehr
– viel Grüntee, idealerweise Matcha
– vegan
Den ganzen anderen Schnickschnack mit hier noch eine seltene Sprossenart und da noch ein Mixer für 600 Euro lasse ich erstmal weg. Kann schon sein, dass es damit besser geht (gutes Handwerkszeug hilft immer), aber das muss doch auch einfacher zu machen sein.
Gestern abend das erste Mal nach sieben Uhr nix mehr gegessen, hat erstaunlich gut geklappt.  Davor gab es veganen Nudel-Erbsen-Auflauf. Passt nicht zu dem „nach 16 Uhr keine KH“, aber ich hatte an dem Tag noch nicht viel gegessen. Und der Mann will  ja auch versorgt sein. (Hat übrigens tapfer mitgegessen, Zitat „man möchte sich gar nicht vorstellen, wie das mit richtigen Zutaten geschmeckt hätte“).
Der Auflauf war ganz gut (ah geh, jetzt hab ich die Reste heut früh ihn im Ofen stehen gelassen, ich dumme Nuss), aber Hafersahne schmeckt als Kuhsahneersatz in selbigem genauso schei*e wie Sojasahne. Hilfe! Es muss doch was geben, das paßt und nicht diesen süßen Nachgeschmack  hat! (Jaja, Wasser, haha.)
Wilmersburger Pizzaschmelz geht übrigens super als Pizzakäseersatz! Bin sehr angetan. Nur würzen muss man das ganze vegane Zeug, dann nochmal würzen und am Schluß nochmal richtig gut würzen.
Ja. Also dann geht’s jetzt mal los. Für den Anfang hab ich Roggenbroetchen mit veganem Brotaufstrich dabei, eine Gurke und ’ne Menge Obstsalat.
Ach, fast vergessen: Auslöser zum Starten war Mittwoch Abend ein „Flotter Dreier“ im Sausalitos: Brötchen, Knoblauchbaguette und Fladenbrot mit Hummus, Salsa und Kraeuterdipp. Viel zu viele leere Kohlehydrate sahen mich mit verlockenden Augen an. (Ja, ich hab’s gegessen. Ja, danach war Schluss.) Mal sehen, wie lange es vorhält.

Vegan Wednesday – Mittag

Morgens gab es nur Kaffee, mittags die Reste von gestern abend: Bohnensuppe.
1 EL Öl in den Topf, 1 TL Mehl dazu, rühren, mit 1 l Gemüsebrühe ablöschen.
300 g grüne Bohnen dazu, 5 kleine gewürfelte Kartoffeln, 1 TL Bohnenkraut, Salz, Pfeffer.
1 Dose Kichererbsen mit etwas Salz, Pfeffer, Brühe und Öl pürieren, dazugeben.
Alles 20 Minuten kochen.
1 Packung vegane Hähnchen-Bällchen dazu. Die sind übrigens sehr lecker! Nochmal 10 Minuten kochen. Fertig. Mahlzeit!

Vegan Wednesday – Abendessen

Vom HdH gekocht, der seines Zeichens kein Veganer ist,  nicht mal ansatzweise. Herzlichen Dank dafür! Wie man sieht, essen wir meist bei Schummerbeleuchtung, lebt damit. 😉

Sojaschnetzel (vorher in Fischsoße eingelegt und nachher gepfeffert), Chilibohnen „Mexico“ und Blumenkohl. Und das Ganze auf feschen neuen Untertellern aus dem Holyrood House Edinburgh.

Apropos, rechts oben im Bild: Falls noch jemand nach „Saft statt Wein“ sucht: Abgesehen von den leckeren Perger-Säften ist auch Aroniasaft mit Wasser (Mischverhältnis ca. 1:10) nicht zu verachten.